{"id":97739,"date":"2021-11-29T12:17:41","date_gmt":"2021-11-29T12:17:41","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/11\/le-modele-daffaires-des-grands-groupes-pharmaceutiques-est-il-en-panne\/"},"modified":"2023-08-23T22:48:12","modified_gmt":"2023-08-23T20:48:12","slug":"hat-das-geschaeftsmodell-von-big-pharma-ausgedient","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/11\/hat-das-geschaeftsmodell-von-big-pharma-ausgedient\/","title":{"rendered":"Hat das Gesch\u00e4ftsmodell von Big Pharma ausgedient?"},"content":{"rendered":"<p>Die Pharmakonzerne (\u00abBig Pharma\u00bb) haben \u2013 teilweise mit staatlichen Geldern unterst\u00fctzt \u2013 innert k\u00fcrzester Zeit mehrere wirksame Covid-19-Impfstoffe auf den Markt gebracht: Bereits Ende 2020, weniger als ein Jahr nach der Ausrufung der Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), waren erste Impfstoffe erh\u00e4ltlich. Diese Erfolgsgeschichte scheint zu best\u00e4tigen, dass das aktuelle Gesch\u00e4ftsmodell in der Pharmaentwicklung die sprichw\u00f6rtliche Henne ist, die zum richtigen Zeitpunkt goldene Eier legt. Folglich sollte es durch nichts infrage gestellt werden.<\/p>\n<p>Und doch gibt es auch fast zwei Jahre nach Ausbruch der Pandemie ein grosses globales Ungleichgewicht bei der Verteilung der Covid-19-Impfstoffe: W\u00e4hrend L\u00e4nder mit hohen oder mittleren bis hohen Einkommen drei Viertel der verf\u00fcgbaren Impfstoffe verabreicht haben, gingen bisher weniger als 4 Prozent der Impfstoffe an einkommensschwache L\u00e4nder.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Gem\u00e4ss Sch\u00e4tzungen des Forschungsunternehmens <a href=\"https:\/\/www.airfinity.com\/covid-vaccine-expiry-forecast-2021-2022\">Airfinity<\/a> werden die G-7-Staaten und die Europ\u00e4ische Union Ende Jahr 1 Milliarde Impfdosen mehr besitzen, als sie ben\u00f6tigen. Davon d\u00fcrften 10\u00a0Prozent ablaufen.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Am anderen Ende der Impfskala finden sich viele afrikanische L\u00e4nder s\u00fcdlich der Sahara. Ende 2021 werden voraussichtlich weniger als 5\u00a0Prozent der dortigen Bev\u00f6lkerung vollst\u00e4ndig geimpft sein.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Angesichts dieser Ungleichheit muss man sich deshalb fragen: Funktioniert das Gesch\u00e4ftsmodell von Big Pharma doch nicht?<\/p>\n<p>Entwicklungs- und Schwellenl\u00e4nder fordern, den Patentschutz w\u00e4hrend der Covid-19-Pandemie auszusetzen. Stattdessen sollen die Pharmakonzerne ihre Impfstoffrezepte \u00abfreiwillig\u00bb und schnell an kompetente Unternehmen in Afrika, Lateinamerika und Asien weitergeben. Zu diesem Zweck soll das Trips-Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO) suspendiert werden.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Die Pharmabranche ist hingegen der Ansicht, das derzeitige Modell reiche aus, um die ben\u00f6tigten Impfstoffdosen bis Anfang oder Mitte 2022 zu produzieren. Ihrer Ansicht nach liegt es an den Regierungen der reichen L\u00e4nder, die im Voraus bestellten Dosen an die bed\u00fcrftigen Regionen zu verteilen \u2013 und zu bezahlen.<\/p>\n<h2><strong>Mehrere Modelle<\/strong><\/h2>\n<p>Sollte man den Pharmaherstellern also ein kostenbasiertes Preisgestaltungsmodell mit vern\u00fcnftigen Gewinnen aufzwingen? Oder sollte der Arzneimittelpreis wie bisher wertbasiert im Vergleich zu den bestehenden Behandlungs- oder Pr\u00e4ventionsmethoden festgelegt werden? Die im Bereich der \u00f6ffentlichen Gesundheit t\u00e4tigen Nichtregierungsorganisationen (NGO) setzen sich f\u00fcr das erste Modell ein. Die Pharmakonzerne bevorzugen die zweite Variante, um dank Patentschutz den h\u00f6chstm\u00f6glichen Preis verrechnen zu k\u00f6nnen, den der Markt zu zahlen bereit ist.<\/p>\n<p>\u00dcberraschenderweise war das heutige Modell historisch nicht immer vorherrschend. In der Vor- und Nachkriegszeit etwa lizensierten viele Pharmaunternehmen ihre Produkte gegen eine Geb\u00fchr an andere Anbieter. Damit die Medikamentenpreise wettbewerbsf\u00e4hig blieben, war die Geb\u00fchr meist moderat. Warum hatten sich die Pharmahersteller f\u00fcr dieses Vorgehen entschieden? Ausschlaggebend waren folgende Gr\u00fcnde: Damals gab es weniger Medikamente als heute, Patente wurden in geringerem Umfang angemeldet und gew\u00e4hrt, und die regulatorischen Zulassungsauflagen waren weniger streng. Entsprechend fielen die Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung (F&amp;E) sowie Marketing viel tiefer aus.<\/p>\n<p>Erst als die Patente zur Norm und die Zulassungsvorschriften f\u00fcr verschreibungspflichtige Medikamente versch\u00e4rft wurden, legten die meisten Pharmaunternehmen Forschung und Entwicklung sowie das Marketing unternehmensintern zusammen. Dies brachte einen doppelten Vorteil: Einerseits blieben die Budgets f\u00fcr Forschung und Entwicklung sowie Marketing der \u00d6ffentlichkeit verborgen, und andererseits brachte der Patentschutz dem Unternehmen eine Marktexklusivit\u00e4t von durchschnittlich zehn bis zw\u00f6lf Jahren. Im Erfolgsfall winkten hohe Gewinne, da die Preise je nach Einzigartigkeit des neuen Medikaments auf der Grundlage dessen berechnet wurden, was der Markt tragen konnte.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a><\/p>\n<h2><strong>Weltweiter Aufschrei<\/strong><\/h2>\n<p>Dieses Modell blieb jahrzehntelang bestehen, ohne hinterfragt zu werden. Denn es hatte unbestrittene Vorteile, indem es die Entwicklung zahlreicher innovativer Behandlungsmethoden beg\u00fcnstigte. Zu einem weltweiten Aufschrei kam es erstmals um die Jahrtausendwende im Zusammenhang mit Millionen von Aids-Toten und Aids-Waisenkindern in Afrika.<\/p>\n<p>Dank neuer Behandlungsmethoden (auf Basis des heutigen Pharmagesch\u00e4ftsmodells) war das einst t\u00f6dliche HIV f\u00fcr viele Patientinnen und Patienten in Industriel\u00e4ndern zu einer nur noch chronischen Erkrankung geworden. Weil zu Beginn der 2000er-Jahre der patentierte antiretrovirale Medikamentencocktail f\u00fcr eine Behandlung rund 15\u2019000 Dollar pro Person und Jahr kostete, blieb das Medikament f\u00fcr eine Mehrheit der afrikanischen Patienten, die die Medikamente wie in den meisten armen L\u00e4ndern aus der eigenen Tasche bezahlen m\u00fcssen, unerschwinglich. Dank Generika und Spendenfinanzierung ist der Preis f\u00fcr eine Behandlung mittlerweile auf weniger als 100 Dollar gesunken.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche Emp\u00f6rung l\u00f6ste im Jahr 2013 eine neue, umfassende Hepatitis-C-Therapie aus, die 84\u2019000 Dollar pro Behandlung kostete. Der US-amerikanische Pharmahersteller rechtfertigte den Preis mit dem Argument, das Verh\u00e4ltnis zwischen Qualit\u00e4t und Preis liege innerhalb der Norm der fr\u00fcheren Behandlungen wie insbesondere einer Lebertransplantation bei schwer kranken Patienten. Als das Unternehmen aber feststellte, dass der Preis f\u00fcr Einwohner von Entwicklungsl\u00e4ndern zu hoch war, bot es Preisnachl\u00e4sse an und erteilte mehreren Herstellern \u2013 insbesondere in Indien \u2013 freiwillig eine Lizenz gegen eine Geb\u00fchr von 7\u00a0Prozent. So konnte das Arzneimittel in L\u00e4ndern mit niedrigen oder mittleren Einkommen deutlich g\u00fcnstiger angeboten werden.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a><\/p>\n<h2><strong>Hohe Risiken<\/strong><\/h2>\n<p>Eine Erkl\u00e4rung, warum die Lizenzfreigabe oder der Verkauf zu tieferen Preisen in einkommensschwachen L\u00e4ndern in der Pharmabranche kaum vorkommen, liegt im hohen Investitionsrisiko: Im Gegensatz zu anderen Wirtschaftszweigen k\u00f6nnen die Forschungs- und Entwicklungskosten nur mithilfe von Exklusivrechten wie Patenten amortisiert werden.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Eine weitreichende Lizenzvergabe oder eine Preisdifferenzierung, selbst wenn sie auf die M\u00e4rkte der \u00e4rmeren L\u00e4nder beschr\u00e4nkt sind, bringen immer auch die Preise in den reichen L\u00e4ndern unter Druck.<\/p>\n<p>In bestimmten M\u00e4rkten wie den USA steigen die Preise f\u00fcr verschreibungspflichtige Medikamente Jahr f\u00fcr Jahr an, da es kaum eine Preisregulierung gibt. In L\u00e4ndern, in denen die Medikamentenpreise enger \u00fcberwacht werden, ist der Preisanstieg hingegen weniger markant.<\/p>\n<p>Aus \u00f6konomischer Sicht w\u00e4re eine weltweite Regulierungsbeh\u00f6rde sinnvoll. Diese \u00abwohlwollende\u00bb globale Beh\u00f6rde w\u00fcrde die Preise der patentgesch\u00fctzten Medikamente so festlegen, dass der Hersteller eine optimale, anreizerhaltende Rendite f\u00fcr Forschung und Entwicklung erzielt und gleichzeitig die gesamten Kosten f\u00fcr Forschung und Entwicklung vern\u00fcnftig auf den Weltmarkt verteilen kann.<\/p>\n<p>Im Jahr 2013 machte die gemeinn\u00fctzige Stiftung <a href=\"https:\/\/www.theglobalfund.org\/en\/\">The Global Fund<\/a> einen Vorschlag f\u00fcr eine globale Preisdifferenzierung. Die meisten im Gesundheitsbereich t\u00e4tigen Nichtregierungsorganisationen lehnten diese jedoch ab, weil sie bef\u00fcrchteten, dass dadurch die Verwendung von Zwangslizenzen und weitere M\u00f6glichkeiten des Trips-Abkommens stark eingeschr\u00e4nkt w\u00fcrden.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Da es keinen weltweiten \u00abwohlwollenden\u00bb Schiedsrichter in Sachen gerechter Preisgestaltung gibt, bleiben Ungleichheiten bestehen, sodass die Patientinnen und Patienten in den armen L\u00e4ndern manchmal viel h\u00f6here Preise als die Menschen in den reichen Staaten bezahlen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt es f\u00fcr die pharmazeutische Industrie kaum Anreize, vernachl\u00e4ssigte Tropenkrankheiten besser zu erforschen, weil die Kaufkraft der meisten Patientinnen und Patienten in tropischen L\u00e4ndern oft gering ist. Dank \u00f6ffentlich-privaten Partnerschaften, welche Geld f\u00fcr erforschte Erkrankungen zur Verf\u00fcgung stellen, werden aber auch hier gewisse Fortschritte erzielt.<\/p>\n<p>Gesundheitsexperten<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> pl\u00e4dieren seit Langem f\u00fcr ein weltweites WHO-Abkommen zu Forschung und Entwicklung in der Medizin. Laut diesem Vorschlag w\u00fcrden alle Mitgliedsstaaten gem\u00e4ss ihren finanziellen M\u00f6glichkeiten in einen gemeinsamen Fonds einzahlen, der dringend ben\u00f6tigte Behandlungen weltweit f\u00f6rdern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Obwohl dieser Vorschlag das aktuelle Gesch\u00e4ftsmodell von Big Pharma nicht st\u00f6ren w\u00fcrde und die Industrie zus\u00e4tzliche Forschungsgelder zugunsten vernachl\u00e4ssigter Erkrankungen sogar begr\u00fcssen d\u00fcrfte, versandete der Vorstoss in der WHO \u2013 mit Ausnahme einer freiwilligen Finanzierung von Pilotprojekten.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> Denn nicht wenige Staaten sahen darin einen Versuch, das heutige, auf den Immaterialg\u00fcterrechten basierende Modell zu \u00e4ndern. Zudem sind nur wenige L\u00e4nder bereit, sich finanziell zu verpflichten.<\/p>\n<h2><strong>Was nun?<\/strong><\/h2>\n<p>Wie soll also das Gesch\u00e4ftsmodell von Big Pharma in Zukunft aussehen? Dar\u00fcber werden auch k\u00fcnftig die Meinungen auseinandergehen \u2013 zumal sich die Staaten bisher nicht einmal bei Arzneimitteln einig sind, die zur Bek\u00e4mpfung von vernachl\u00e4ssigten Erkrankungen oder der Pandemie in Entwicklungsl\u00e4ndern bestimmt sind. Aus \u00f6konomischer Perspektive w\u00e4ren eine Preisdifferenzierung oder eine abgestufte Preisgestaltung gewinnbringende L\u00f6sungen f\u00fcr alle.<a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a> Daf\u00fcr w\u00e4re allerdings ein weltweiter Rahmen notwendig, der die Pharmakonzerne zur Festlegung von Preisen im Verh\u00e4ltnis zum Pro-Kopf-Einkommen verpflichtet. So k\u00f6nnten Preise in den armen L\u00e4ndern gesenkt werden, und die reicheren Staaten m\u00fcssten darauf verzichten, das gleiche tiefe Preisniveau zu verlangen.<\/p>\n<p>Theoretisch liesse sich mit dieser Formel die Quadratur des Kreises einer gerechten Verteilung der Forschungs- und Entwicklungskosten innovativer Medikamente l\u00f6sen. Allerdings ist zurzeit kein einziges Land bereit, eine Erh\u00f6hung der Arzneimittelpreise zu akzeptieren. Im Gegenteil: Auch die im Bereich der \u00f6ffentlichen Gesundheit t\u00e4tigen NGOs bef\u00fcrchten eine Verw\u00e4sserung des Trips-Abkommens. Angesichts dieser Ausgangslage d\u00fcrfte eine baldige Umgestaltung des aktuellen Gesch\u00e4ftsmodells ausbleiben.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Our World in Data (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Airfinity (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr aktualisierte Daten zu den Impfungen pro Region siehe Pandemic (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Bei der WTO laufen derzeit Verhandlungen zur teilweisen Suspendierung des Trips-Abkommens im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie. Entwicklungen sind nur bis Redaktionsschluss ber\u00fccksichtigt.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Temin (1979, insbesondere S.\u00a0435\u2013441), um zu verstehen, warum sich das Gesch\u00e4ftsmodell der Pharmaindustrie im Bereich F&E ge\u00e4ndert hat.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siehe Gilead (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Cockburn (2009).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Saez (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Siehe Love und Hubbard (2007).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Third World Network (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">Siehe Danzon und Towse (2003).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Pharmakonzerne (\u00abBig Pharma\u00bb) haben \u2013 teilweise mit staatlichen Geldern unterst\u00fctzt \u2013 innert k\u00fcrzester Zeit mehrere wirksame Covid-19-Impfstoffe auf den Markt gebracht: Bereits Ende 2020, weniger als ein Jahr nach der Ausrufung der Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), waren erste Impfstoffe erh\u00e4ltlich. 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(2009). <a href=\"https:\/\/www.wipo.int\/edocs\/pubdocs\/en\/wipo_pub_1012-chapter5.pdf\">Intellectual Property Rights and Pharmaceuticals:<\/a><a href=\"https:\/\/www.wipo.int\/edocs\/pubdocs\/en\/wipo_pub_1012-chapter5.pdf\"> Challenges and Opportunities for Economic Eesearch<\/a>. The Economics of Intellectual Property, Wipo.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Danzon, P. und Towse, A. (2003). <a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1023\/A:1025384819575\">Differential Pricing for Pharmaceuticals:<\/a><a href=\"https:\/\/link.springer.com\/article\/10.1023\/A:1025384819575\"> Reconciling Access, R&amp;D and Patents<\/a>. International Journal of Health Care Finance and Economics, Band\u00a03: 183\u2013205.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Gilead (2015). <a href=\"https:\/\/www.gilead.com\/~\/media\/Files\/pdfs\/other\/HCV%20Generic%20Agreement%20Fast%20Facts%203215.PDF\">Chronic Hepatitis C Treatment Expansion \u2013\u00a0Generic Manufacturing for Developing Countries<\/a>. Februar.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Love, J. und Hubbard, T. (2007). <a href=\"https:\/\/www.keionline.org\/sites\/default\/files\/Love_Hubbard_Big_Idea.pdf\">The Big Idea:<\/a><a href=\"https:\/\/www.keionline.org\/sites\/default\/files\/Love_Hubbard_Big_Idea.pdf\"> Prizes to Stimulate R&amp;D for New Medicines<\/a>\u00bb. Chicago-Kent Law Review, Band\u00a082: 3.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Our World in Data (2021). <a href=\"https:\/\/ourworldindata.org\/grapher\/cumulative-covid-vaccinations-income-group?country=High+income~Upper+middle+income~Lower+middle+income~Low+income\">Covid-19 Vaccine Doses Administered by Country Income Group<\/a>.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Pandemic (2021). <a href=\"https:\/\/pandem-ic.com\/share-of-population-vaccinated-fully-and-with-at-least-1-dose-against-covid-19-by-world-bank-region\/\">Global Vaccination Rates<\/a>.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Saez, C. (2014). <a href=\"https:\/\/www.tbonline.info\/posts\/print\/global-fund-and-tiered-medicines-pricing-under-deb\/\">Global Fund and Tiered Medicine Pricing Under dDebate<\/a>. TB Online, 7.\u00a0April.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Temin, P. (1979). Technology, Regulation, and Market Structure in the Modern Pharmaceutical Industry. The Bell Journal of Economics, Band\u00a010, Nr.\u00a02 (Herbst): 429\u2013446.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Third World Network (2016). <a href=\"https:\/\/www.twn.my\/title2\/health.info\/2016\/hi160601.htm\">Members Agree to Postpone Discussions on Medical R&amp;D Treaty<\/a>. TWN Info Service on Health Issues, 16\/01, 2.\u00a0Juni.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>WHO (2012). <a href=\"https:\/\/apps.who.int\/iris\/handle\/10665\/254706\">Research and Development to Meet Health Needs in Developing Countries: Strengthening Global Financing and Coordination<\/a>.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":97742,"main_focus":[155834,156687],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":97746,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"107092","post_abstract":"Obwohl Big Pharma innert k\u00fcrzester Zeit wirksame Covid-19-Impfstoffe auf den Markt gebracht hat, sind in den einkommensschwachen L\u00e4ndern immer noch weniger als 4\u00a0Prozent der Bev\u00f6lkerung geimpft. Funktioniert also das Gesch\u00e4ftsmodell der grossen Pharmakonzerne nicht mehr? Im Gegensatz zu anderen Branchen h\u00e4ngt das Gesch\u00e4ftsmodell von Big Pharma stark vom Patentschutz ab, denn dieser bietet ihnen Sicherheit f\u00fcr das finanzielle Risiko, das sie eingehen. 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