{"id":97776,"date":"2021-11-29T12:17:41","date_gmt":"2021-11-29T12:17:41","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/11\/de-la-chimie-a-la-pharma-la-metamorphose-dun-secteur-strategique\/"},"modified":"2023-08-23T22:48:14","modified_gmt":"2023-08-23T20:48:14","slug":"von-der-chemie-zur-pharma-metamorphose-einer-schluesselindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/11\/von-der-chemie-zur-pharma-metamorphose-einer-schluesselindustrie\/","title":{"rendered":"Von der Chemie zur Pharma \u2013 Metamorphose einer Schl\u00fcsselindustrie"},"content":{"rendered":"<p>Das Gesch\u00e4ft mit den Farben sei schwankend und unsicher geworden, schrieb die Direktion des einstigen Basler Chemieunternehmens Sandoz in ihrem Rapport zum Jahr 1921. Man halte es deshalb f\u00fcr richtig, \u00abin den pharmazeutischen Produkten wenigstens einigermassen einen Ersatz zu suchen\u00bb.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Betrachtet man das heutige, von den imposanten Roche-T\u00fcrmen und vom Novartis-Campus gepr\u00e4gte Basler Stadtbild und bedenkt man, dass chemisch-pharmazeutische Produkte mittlerweile \u00fcber die H\u00e4lfte zum Schweizer Export (ohne Wertsachen und Transithandel; siehe <em>Abbildung<\/em>) und \u00fcber 5 Prozent zum Bruttoinlandprodukt beitragen, f\u00e4llt es schwer, sich vorzustellen, wie bescheiden die Anf\u00e4nge dieses Gewerbes einst waren.<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Anteil von Chemie und Pharma an den Warenexporten der Schweiz (1980<span class=\"text__quelle--ground\">\u2013<\/span>2020<span class=\"text__quelle--ground\">)<\/span><\/h3>\n<div class='chart chart--normal' id='aiolfi2021-11_DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#aiolfi2021-11_DE').highcharts({\n\n chart: {\n        type: 'spline'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n     plotOptions: {\n        spline: {\n            marker: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n    xAxis: {\n    \n    title: {\n                text: ''\n            },\n        categories: [\n\n'\t1980\t'\t,\n'\t1981\t'\t,\n'\t1982\t'\t,\n'\t1983\t'\t,\n'\t1984\t'\t,\n'\t1985\t'\t,\n'\t1986\t'\t,\n'\t1987\t'\t,\n'\t1988\t'\t,\n'\t1989\t'\t,\n'\t1990\t'\t,\n'\t1991\t'\t,\n'\t1992\t'\t,\n'\t1993\t'\t,\n'\t1994\t'\t,\n'\t1995\t'\t,\n'\t1996\t'\t,\n'\t1997\t'\t,\n'\t1998\t'\t,\n'\t1999\t'\t,\n'\t2000\t'\t,\n'\t2001\t'\t,\n'\t2002\t'\t,\n'\t2003\t'\t,\n'\t2004\t'\t,\n'\t2005\t'\t,\n'\t2006\t'\t,\n'\t2007\t'\t,\n'\t2008\t'\t,\n'\t2009\t'\t,\n'\t2010\t'\t,\n'\t2011\t'\t,\n'\t2012\t'\t,\n'\t2013\t'\t,\n'\t2014\t'\t,\n'\t2015\t'\t,\n'\t2016\t'\t,\n'\t2017\t'\t,\n'\t2018\t'\t,\n'\t2019\t'\t,\n'\t2020\t'\t\n\n\n],\n\n\n    },\n tooltip: {\n        headerFormat: '{point.key}: ' ,\n        pointFormat: '{point.y}%',\n    },\n    yAxis: {\nmin: 0,\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        labels: {\n                format: '{value}%'\n            },\n            \n                   \n    },\n    \n    \n    series: [\n     {\n        name: 'Anteil von Chemie und Pharma an Warenexporten',\n        data: [\n   20.7\t,\n21.4\t,\n21.7\t,\n22.5\t,\n22.3\t,\n22.2\t,\n22.3\t,\n22.7\t,\n22.7\t,\n22.8\t,\n22.4\t,\n22.9\t,\n24.2\t,\n25.2\t,\n25.5\t,\n25.5\t,\n27\t,\n27.7\t,\n28.2\t,\n29.3\t,\n28.8\t,\n31.8\t,\n34.2\t,\n34.2\t,\n34.7\t,\n35.8\t,\n36.4\t,\n35.7\t,\n35.9\t,\n40.9\t,\n40.3\t,\n38.8\t,\n40.6\t,\n41.6\t,\n42.4\t,\n43.7\t,\n46.8\t,\n46.7\t,\n46.9\t,\n49.7\t,\n53.9\t\n\n\n\n\n]\n       \n           },  \n           \n          \n           \n           \n           \n           ]\n});\n});\n\n<\/script>\n<p><span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Seco (nominal in Franken; ohne Wertsachen und Transithandel) \/ Die Volkswirtschaft<\/span><\/p>\n<p>Vor hundert Jahren bestand noch keinerlei Gewissheit, dass mit der Herstellung von Medikamenten je viel Geld zu verdienen w\u00e4re. Wie das Sandoz-Zitat zeigt, entstand Pharma als ein Nebenzweig der chemischen Farbenproduktion. Und diese wiederum hatte ihren Ursprung im Handel mit Farbstoffen. Ende der 1850er-Jahre war es der Farbstoffh\u00e4ndler Johann Rudolf Geigy-Merian, der in Basel eine Fabrik zur Herstellung synthetischer Anilin-Farben errichtete und mit seinen Produkten die Textilfabrikanten am Oberrhein belieferte. Es war einer der ersten Schritte zum Aufbau einer neuen, als chemisch zu bezeichnenden Industrie.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a><\/p>\n<p>In der Folge entstand eine Reihe weiterer Betriebe gleicher Ausrichtung wie etwa Ciba (1884) oder Sandoz (1886). Hoffmann-La-Roche wurde 1896 gegr\u00fcndet, stellte allerdings von Beginn weg Heilmittel und nicht Farben her.<\/p>\n<h2><strong>Deutsches Anh\u00e4ngsel<\/strong><\/h2>\n<p>Die Basler Farbenproduzenten legten sich \u2013 standortbedingt \u2013 auf Spezialit\u00e4ten fest und bezogen die daf\u00fcr erforderlichen Grundstoffe bei den grossen Chemiekonzernen im Norden, die in den 1860er-Jahren entlang von Rhein und Main entstanden waren. Aus dieser grenz\u00fcberschreitenden Arbeitsteilung ergab sich eine Abh\u00e4ngigkeit in der Zulieferkette. In ihren Anf\u00e4ngen waren die Basler Betriebe somit eine Art Annex der deutschen Industrie.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Mit dem Aufkommen der chemischen Fabrikation fand auch die Wissenschaft Eingang in die Industrie, und das Polytechnikum Z\u00fcrich (die sp\u00e4tere ETH) wurde alsbald zur Ausbildungsst\u00e4tte f\u00fcr den neuen Schl\u00fcsselberuf des Chemikers. Allerdings bewirkte die Verwissenschaftlichung der Industrie auch, dass der fehlende Patentschutz in der Schweiz die schweizerisch-deutschen Beziehungen belastete. Die Schweiz kannte w\u00e4hrend der Gr\u00fcnderjahre keinen Erfindungsschutz, was den Basler Firmen grosse Freiheiten liess, in Deutschland jedoch, wo es seit 1877 ein entsprechendes Gesetz gab, ein \u00c4rgernis war. Vertreter der Basler Chemie leisteten lange Widerstand gegen ein Bundesgesetz zum Schutz der chemischen Erfindungen. Auf deutschen Druck hin wurde die Regelung 1907 schliesslich doch noch eingef\u00fchrt.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a><\/p>\n<h2><strong>Blick Richtung Amerika<\/strong><\/h2>\n<p>Der Erste Weltkrieg bedeutete das Ende der engen Basler Bande zum Nachbarland. Da die deutschen Konzerne mit Ausbruch der Kampft\u00e4tigkeiten die Wirtschaftsbeziehungen zu den ausl\u00e4ndischen Abnehmern schlagartig einstellten, hielten die Schweizer Unternehmen Ausschau nach alternativen Bezugsquellen. Und diese fand man unter anderem in Grossbritannien. F\u00fcr die Basler wurde der Krieg so zum Wendepunkt, an dem die alte Partnerschaft durch eine neue angels\u00e4chsische Verbindung ersetzt wurde. Nach England r\u00fcckte auch Amerika ins Blickfeld der Basler, und die Marktm\u00f6glichkeiten, die sich in der Nachkriegszeit hier er\u00f6ffneten, veranlassten Roche (1927) und Ciba (1936) in den USA gar zum Bau eigener Fabriken.<\/p>\n<p>In der Zwischenkriegszeit bauten nebst Sandoz auch die anderen Basler Farbenproduzenten ihr Pharmagesch\u00e4ft aus. Farben waren vor allem in den 1930er-Krisenjahren zum Klumpenrisiko geworden, und Medikamente boten zur L\u00f6sung des Problems mehr als nur \u00abeinigermassen einen Ersatz\u00bb: Sie erm\u00f6glichten eine Diversifikation, die den Gesch\u00e4ftsgang stabilisierte und zur Bew\u00e4ltigung der Krise beitrug.<\/p>\n<p>Zu einer neuerlichen und weitaus st\u00e4rkeren Ann\u00e4herung an die Neue Welt trug sodann der Zweite Weltkrieg bei. Zum \u00abSchutz gegen die Folgen einer eventuellen Invasion durch die Achsenm\u00e4chte\u00bb, wie es bei Ciba hiess, beschloss man 1940, den Firmensitz von Basel an die US-Ostk\u00fcste zu verlegen.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Auch Roche entschied sich im selben Jahr zu einem solchen Schritt.<\/p>\n<p>Das Exil in den USA war indessen von kurzer Dauer, nach dem Krieg war die alte Ordnung schnell wiederhergestellt. An der verst\u00e4rkten Pharmaausrichtung des Gesch\u00e4fts \u00e4nderte dies aber nichts, und das Engagement machte sich bald bezahlt.<\/p>\n<h2><strong>Boom dank Antibiotika<\/strong><\/h2>\n<p>Im Amerika der Nachkriegszeit erlebten namentlich die Antibiotika, an deren Entwicklung die US-T\u00f6chter von Roche und Ciba beteiligt gewesen waren, eine beispiellose Hochbl\u00fcte. Daraus zogen die Schweizer Nutzen, vor allem aber auch die Erkenntnis, dass Pharmaprodukte nicht nur ein Mittel zur Diversifikation, sondern ein Wachstumsmotor sein konnten. Ab den fr\u00fchen 1950er-Jahren begannen Ciba, Sandoz und Geigy, die Farben allm\u00e4hlich durch Pharma zu ersetzen.<\/p>\n<p>Dies blieb nicht ohne Konsequenzen f\u00fcr die Kostenstruktur der Unternehmen. Die Wissenschaft, die in der Farbenchemie bereits zur Geltung gelangt war, erfuhr durch den verst\u00e4rkten Pharmafokus eine weitere Aufwertung. Forschung und Entwicklung wurden zu strategischen St\u00fctzpfeilern der Firmen, und die damit verbundenen Aufwendungen avancierten zum dominanten Ausgabenposten. Die h\u00f6heren Kosten waren deshalb tragbar, weil die Hochkonjunktur der Nachkriegszeit den Firmen hohe Umsatzsteigerungen bescherte.<\/p>\n<p>Der Boom ging einher mit einer Internationalisierung der Gesch\u00e4fte, vor allem aber einer verst\u00e4rkten Pr\u00e4senz der Basler Firmen in den USA, was zum Bau neuer Labors und Produktionsanlagen f\u00fchrte. Im Fall von Ciba manifestierte sich die Amerikanisierung zudem darin, dass man \u2013 nach dem Vorbild von US-Konzernen \u2013 eine Divisionalisierung des Unternehmens vornahm, um so der gewachsenen Bedeutung der Pharma Rechnung zu tragen. In den 1960er-Jahren folgte Geigy mit einer Reorganisation nach den Vorgaben der US-Beratungsfirma McKinsey.<\/p>\n<p>Schliesslich waren die unentwegt wachsenden Kosten f\u00fcr Forschung und Entwicklung auch Triebfeder f\u00fcr den Konzentrationsprozess in der Pharmaindustrie.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Verst\u00e4rkt wurde die Konsolidierungstendenz durch eine umsatzbelastende Innovationsflaute, die Mitte der 1960er-Jahre einsetzte, und durch einen R\u00fcckgang von Zulassungen neuer Medikamente. Das war der Hintergrund, vor dem sich 1970 der Zusammenschluss von Ciba und Geigy vollzog: Es ging um das Wohl und Weh des Pharmagesch\u00e4fts, w\u00e4hrend die Farbenchemie je l\u00e4nger, je mehr nur noch eine Nebenrolle spielte, vornehmlich als Beschafferin der f\u00fcr den Firmenumbau n\u00f6tigen Barmittel.<\/p>\n<h2><strong>Die zweite Heirat<\/strong><\/h2>\n<p>Die Fortschritte in der Pharma f\u00fchrten sodann weg von der organischen Chemie und hin zum Bereich der Molekularbiologie, ein Fachgebiet, das in Basel (seit dem 1971 von der Universit\u00e4t Basel errichteten Biozentrum) gut verankert war. Zu Beginn der 1980er-Jahre entwickelten Ciba-Geigy und Sandoz denn auch erste biotechnologische Aktivit\u00e4ten.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Die pr\u00e4gende industrielle Ausformung erfuhr die Molekularbiologie allerdings in den USA, weshalb sowohl Roche wie auch Ciba-Geigy in den 1990er-Jahren Beteiligungen an US-Biotechunternehmen (Genentech und Chiron) erwarben.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Die hohen Forschungs-, Entwicklungs- und Marketingaufwendungen belasteten die Pharmakonzerne zusehends. In der Folge kam es branchenweit einmal mehr zu einer Welle von Fusionen, und erneut bot sich auch in Basel ein Zusammenschluss als L\u00f6sung des Kostenproblems an: Ciba-Geigy und Sandoz wurden 1996 zu Novartis. Gegen\u00fcber der ersten Basler Heirat im Jahr 1970 gab es allerdings einen wesentlichen Unterschied. Hatte 1970 die Chemie noch eine Rolle gespielt, war sie als Mitgift nun nicht mehr gefragt; dank den verbesserten Pharmaaussichten konnte man auf deren Cashbeitr\u00e4ge verzichten. Die Chemieeinheiten wurden verselbstst\u00e4ndigt und als Clariant und Ciba SC an die B\u00f6rse gebracht. Mit der Ciba-Sandoz-Fusion erfuhr die Schweizer Pharmaindustrie eine weitere Konzentration am Standort Basel. Zwar sind im Laufe der Jahre im Espace L\u00e9manique, in Z\u00fcrich, Zug, Luzern, Schaffhausen oder auch im Tessin weitere, kleine Pharmacluster entstanden. Der Nabel der hiesigen Lifesciences-Welt befindet sich aber nach wie vor in der Rheinstadt.<\/p>\n<p>Mit der Schaffung von Novartis hatte Basel \u2013 nach Roche \u2013 nun auch einen weiteren Pure Player \u2013 ein Gesch\u00e4ftsmodell, das sich nicht zum ersten Mal am Vorbild amerikanischer Firmen orientierte.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Zitiert nach K\u00f6nig (2016): 109.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Simon (2000): 365 f.; B\u00fcrgin (1958): 88ff.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">K\u00f6nig (2016): 19.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">B\u00fcrgin (1958): 222ff; K\u00f6nig (2016): 48ff.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Zitiert nach K\u00f6nig (2016): 201.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Zeller (2001): 235ff.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">K\u00f6nig (2016): 270.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Zeller (2001): 186.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gesch\u00e4ft mit den Farben sei schwankend und unsicher geworden, schrieb die Direktion des einstigen Basler Chemieunternehmens Sandoz in ihrem Rapport zum Jahr 1921. 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Ein Beitrag zur Basler Unternehmer- und Wirtschaftsgeschichte, J.R. Geigy S.A.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>K\u00f6nig, Mario (2016). Chemie und Pharma in Basel. Besichtigung einer Weltindustrie \u2013 1859 bis 2016.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Simon, Christian (2000). Chemiestadt Basel, in: Basel \u2013 Geschichte einer st\u00e4dtischen Gesellschaft (Hg. Georg Kreis \/ Beat von Wartburg).<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Zeller, Christian (2001). Globalisierungsstrategien \u2013 Der Weg von Novartis.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":97779,"main_focus":[155834,156687],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":97783,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"106994","post_abstract":"Die \u00abBasler Chemie\u00bb hat in ihrer heutigen Ausgestaltung mit ihren Urspr\u00fcngen nicht mehr viel zu tun. Die einstigen Farbenhersteller Ciba, Geigy und Sandoz haben sich zu Novartis zusammengeschlossen und produzieren Medikamente. Wie ist aus der Chemie Pharma geworden? Pr\u00e4gend waren die Weltkriege, welche die Abh\u00e4ngigkeit der Farbenfirmen von den deutschen Rohstofflieferanten zum Problem werden liessen. Die Basler begannen sich an der angels\u00e4chsischen Welt zu orientieren und diversifizierten dabei notgedrungen auch ihr Portfolio Richtung Pharma.\u00a0Was folgte, war eine Verwissenschaftlichung der industriellen T\u00e4tigkeit. Forschung und Entwicklung, in der Farbenchemie bereits bedeutsam, wurden in der Pharma zu strategischen St\u00fctzpfeilern. Das f\u00fchrte zu starken Kostensteigerungen, die wiederum Grund waren f\u00fcr branchenweite Konsolidierungsbestrebungen. Die Ciba-Sandoz-Fusion ist ein Beispiel daf\u00fcr. 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