{"id":98285,"date":"2021-10-01T11:40:39","date_gmt":"2021-10-01T11:40:39","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/10\/la-productivite-histoire-dune-notion-complexe\/"},"modified":"2023-08-23T22:48:36","modified_gmt":"2023-08-23T20:48:36","slug":"produktivitaet-geschichte-eines-vertrackten-begriffs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/10\/produktivitaet-geschichte-eines-vertrackten-begriffs\/","title":{"rendered":"Produktivit\u00e4t: Geschichte eines vertrackten Begriffs"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber Jahrtausende hinweg lebte der Mensch nahe am Existenzminimum. Seine Produktivit\u00e4t reichte gerade aus, um das Gros der Gattung mit dem N\u00f6tigsten zu versorgen und Einzelne mit etwas mehr. Jeder Produktivit\u00e4tszuwachs wurde von einem Wachstum der Bev\u00f6lkerung bei sinkenden Ertragszuw\u00e4chsen in der Landwirtschaft wieder zunichtegemacht. So die Auffassung des anglikanischen Pfarrers, Bev\u00f6lkerungs- und Wirtschaftstheoretikers Thomas Robert Malthus in seinem \u00abEssay on the Principle of Population\u00bb 1798. Seine Schlussfolgerung: Dem Menschen sei ein Dasein in Not und Elend vorgegeben.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Die \u00abMalthusianische \u00c4ra\u00bb kennt keine anhaltenden Produktivit\u00e4tszuw\u00e4chse. Sie steht im Zeichen von drei der vier apokalyptischen Reiter \u2013 Krieg, Hunger und Seuchen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nErst mit der industriellen Revolution ergab sich in Teilen Europas eine neue Normalit\u00e4t: Arbeitsproduktivit\u00e4t und Pro-Kopf-Realeinkommen begannen kontinuierlich zu steigen. \u00abProduktivit\u00e4t\u00bb wurde so zu einem Zauberwort der Moderne, das \u00fcber Wohl und Wehe von Menschen, Unternehmungen, Nationen und Gesellschaftssystemen entscheidet. Aber \u00abProduktivit\u00e4t\u00bb ist ein vertrackter Begriff. F\u00fcr den deutschen \u00d6konomen und Soziologen Max Weber fliesst hier das Seinsollen unerlaubterweise in die Analyse des Seins ein. \u00abIn den Orkus damit!\u00bb, forderte er deshalb \u2013 erfolglos, wie der Gang der Dinge zeigt.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#013;<\/p>\n<h2><strong>Getreide als Mass<\/strong><\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nProduktivit\u00e4t gibt das Verh\u00e4ltnis von Output zu einem oder mehreren Inputs an. Tontafeln am Ischtar-Tor von Babylon informierten in einer der ersten volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen \u00fcber den j\u00e4hrlichen Getreideoutput und alle in Getreide gemessenen Inputs (Saatgut, Unterhaltsmittel f\u00fcr Landarbeiter und Aufseher, Futter f\u00fcr Tiere usw.). Je gr\u00f6sser der \u00dcberschuss, desto m\u00e4chtiger Herrscher, Priesterkaste und Heer.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDer deutsche Altorientalist Johannes Renger sch\u00e4tzt das Verh\u00e4ltnis von Getreideertrag zu Saatgut f\u00fcr Mesopotamien gegen Ende des 3. Jahrtausends BC auf bestenfalls 30:1.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Sprich: Von einem Saatkorn erntete man 30 K\u00f6rner. Im klassischen Griechenland war dieses Verh\u00e4ltnis gerade einmal 7:1, im mittelalterlichen Zentraleuropa laut Renger noch niedriger.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nWilliam Petty (1623\u20131687), Autor von \u00abPolitical Arithmetick\u00bb (postum 1690), ist einer der Begr\u00fcnder der politischen \u00d6konomie. Die im Vorhof zur industriellen Revolution entstehende neue Wissenschaft sollte empirisch und analytisch sein und die Bestimmungsgr\u00fcnde der Produktionskapazit\u00e4t einer Nation erforschen. Gem\u00e4ss Petty verlangt das Produktivit\u00e4tsmass die L\u00f6sung einer \u00e4usserst schwierigen Aufgabe: Es muss sowohl heterogene Inputs als auch heterogene Outputs vergleichbar machen, auf den gleichen Nenner bringen.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Petty reduzierte zu diesem Zweck alle als Inputs eingesetzten und alle als Outputs erzeugten Produkte auf die in ihrer Produktion jeweils insgesamt eingesetzten Mengen an Getreide beziehungsweise genauer auf alles, \u00abwas wir notwendig zum Leben brauchen \u2013 gleich dem Wort Brot im Vater Unser\u00bb.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nEin eng mit der so gemessenen Produktivit\u00e4t verwandtes Mass ist die Gr\u00f6sse der Gesamtbev\u00f6lkerung, die von den Besch\u00e4ftigten in der Subsistenzmittelproduktion unterhalten werden kann. Petty erh\u00e4lt die Gelegenheit, seine Analyse praktisch anzuwenden: Nach Cromwells Niederschlagung des Aufruhrs katholischer Rebellen in Irland wird er beauftragt, Produktions- und Steuerkraft der eroberten Gebiete zu sch\u00e4tzen (sogenannter Down Survey). Dabei wird er zu einem der gr\u00f6ssten Grundbesitzer Irlands.&#013;<\/p>\n<h2>\u00ab<strong>Motor des Wachstums<\/strong>\u00bb<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nDer schottische \u00d6konom Adam Smith steht mit seinem \u00abWealth of Nations\u00bb (1776) auf der Schwelle zur industriellen Revolution. Dem Getreide kommt immer noch eine besondere Rolle zu, da es Smith zufolge als einziges Produkt in die Erzeugung aller Produkte eingeht und die Natur die menschliche Produktivit\u00e4t nur in der Landwirtschaft kostenlos unterst\u00fctzt.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Andererseits eignet sich das aufstrebende Manufakturwesen weitaus besser zur\u00a0 Arbeitsteilung und weist gr\u00f6ssere Produktivit\u00e4tsfortschritte auf \u2013 es wird, wie es sp\u00e4ter heisst, zum \u00abMotor des Wachstums\u00bb. Die \u00abMenge an Wissenschaft\u00bb, die eine Nation nutzen kann, schreibt Smith, entscheidet \u00fcber deren Produktivit\u00e4t und Reichtum. Als Teil der Arbeitsteilung entsteht ein heute \u00abForschung und Entwicklung\u00bb genannter Zweig, in dem systematisch wirtschaftlich nutzbare Erfindungen erzeugt werden.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDer bedeutendste politische \u00d6konom des \u00abErsten Maschinenzeitalters\u00bb ist allerdings nicht Adam Smith, sondern David Ricardo. In seinen \u00abPrinciples of Political Economy\u00bb aus dem Jahr 1817 r\u00fccken neben Getreide Kohle und Eisen ins Blickfeld: Kohle befeuert die Hoch\u00f6fen, die das Erz schmelzen, aus dem Maschinen werden. Diese unterst\u00fctzen oder ersetzen menschliche Arbeitskraft.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nSteigende Produktivit\u00e4t und sinkende Mengen an Arbeit in der Produktion der verschiedenen Waren \u2013 oder \u00abArbeitswerte\u00bb \u2013 sind zwei Seiten einer Medaille. Zugleich w\u00e4chst die Vielfalt an G\u00fctern, Produktionsmitteln und Arbeitsarten. Neues verdr\u00e4ngt Altes oder tritt an seine Seite \u2013 der in Harvard lehrende \u00f6sterreichische \u00d6konom Joseph Schumpeter sprach von \u00absch\u00f6pferischer Zerst\u00f6rung\u00bb.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Wie kann wachsende Vielfalt zu einer einzigen Kennziffer verdichtet werden, die zeit- und l\u00e4nder\u00fcbergreifende Vergleiche erlaubt? Dies ist ein Problem, das die Produktivit\u00e4tsstatistik bis heute (und besonders heute) umtreibt.&#013;<\/p>\n<h2><strong>\u00abKrone der Sch\u00f6pfung\u00bb? <\/strong><\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nAuf der Suche nach Verwertbarem pfl\u00fcgt der Mensch immer gr\u00f6ssere Teile des Planeten um und l\u00e4utet, ohne es zu wollen und zun\u00e4chst zu bemerken, das Anthropoz\u00e4n ein. Er macht sich den Planeten untertan, aber mit welchen Folgen?&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n\u00dcber den Fluchtpunkt der angestossenen Mechanisierung \u2013 die vollautomatisierte Produktion \u2013 schreibt Ricardo bereits 1821: \u00abWenn Maschinen alle Arbeit verrichten k\u00f6nnten, die jetzt Menschen tun, g\u00e4be es keine Nachfrage nach Arbeitskr\u00e4ften. Niemand h\u00e4tte ein Anrecht zu konsumieren, der kein Kapitalist ist und sich eine Maschine kaufen oder mieten k\u00f6nnte.\u00bb<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Sprich: Dem Produktivit\u00e4tsmass kommt im Nenner die Arbeit abhanden.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nWas Ricardo noch nicht sieht, deutet sich bei Charles Babbage, Autor von \u00abOf the Economy of Machinery and of Manufactures\u00bb (1835) und \u00abVater des Computers\u00bb, an: lernende Maschinen. Fast 200 Jahre sp\u00e4ter ist es so weit: Das j\u00fcngst angebrochene \u00abZweite Maschinenzeitalter\u00bb<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> bef\u00e4higt Maschinen zu Wahrnehmung, Erkennung und Kommunikation. Auf immer mehr Gebieten \u00fcbertreffen sie ihren Erzeuger, sind pr\u00e4ziser und schneller. Droht ein kritischer Punkt, an dem sie das Regiment \u00fcbernehmen, wie Futuristen prophezeien? Wird dem Menschen seine eigene Kreativit\u00e4t zum Verh\u00e4ngnis? Die Zukunft wird es zeigen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nAber noch ein anderes Verh\u00e4ngnis droht: Mit der wirtschaftlichen Aktivit\u00e4t erhitzt sich auch der Planet und entfesselt zerst\u00f6rerische Naturkr\u00e4fte, die nicht nur in der gel\u00e4ufigen Produktivit\u00e4tsrechnung keine angemessene Beachtung finden, sondern das \u00dcberleben der \u00abKrone der Sch\u00f6pfung\u00bb gef\u00e4hrden. Wird k\u00fcnstliche Intelligenz dabei helfen, diese Gefahr abzuwenden?&#013;<\/p>\n<h2><strong>\u00a0<\/strong><strong>Z\u00e4hler und Nenner<\/strong><\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nDas Produktivit\u00e4tsmass ist nur so informativ, wie Z\u00e4hler und Nenner es sind. Dem Z\u00e4hler der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivit\u00e4t \u2013 der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertsch\u00f6pfung oder dem Bruttoinlandprodukt (BIP) \u2013 steht im Nenner die Zahl der Erwerbst\u00e4tigen oder die der geleisteten Arbeitsstunden gegen\u00fcber. Die Geschichte des Produktivit\u00e4tsmasses ist daher aufs Engste mit derjenigen der Messung des Nationaleinkommens und der Entwicklung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) verbunden.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nBei der Entwicklung der VGR spielen urspr\u00fcnglich milit\u00e4rische \u00dcberlegungen eine zentrale Rolle: Die VGR diente im Zweiten Weltkriegs als quantitativer Rahmen, um nationale Ressourcen zu mobilisieren. Die heute weltweit verwendeten Konzepte und Konventionen der VGR wurden in den 1930er- und 1940er-Jahren in den USA und Grossbritannien durch \u00d6konomen wie Simon Kuznets, Richard Stone und Colin Clark entwickelt.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nUnter US-Pr\u00e4sident F. D. Roosevelt wurde die Nationaleinkommens- und Produktivit\u00e4tsrechnung prominent in der Wirtschaftspolitik eingesetzt. Sie wird seither nicht nur in der keynesianischen Konjunktursteuerung verwendet. Im Kalten Krieg spielte sie zudem als Propagandainstrument eine Rolle. Die Vorstellung, der Anstieg der Arbeitsproduktivit\u00e4t sei ein Mass f\u00fcr menschlichen \u00abFortschritt\u00bb, stiess allerdings bereits fr\u00fch auf Kritik.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nSo weist das verwendete Produktivit\u00e4tsmass erhebliche M\u00e4ngel auf: Es erfasst beispielsweise nur marktvermittelte Transaktionen, nicht aber die von Haushalten erbrachten Leistungen, und z\u00e4hlt zum Teil Aufwendungen der Produktion als Ertr\u00e4ge. Es tut sich schwer mit Qualit\u00e4ts\u00e4nderungen von G\u00fctern, vernachl\u00e4ssigt Umweltkosten, ber\u00fccksichtigt nur mangelhaft den Beitrag des stark wachsenden Dienstleistungssektors, behandelt verschiedene Arbeitsarten und -qualit\u00e4ten nicht unterschiedlich und ignoriert vollkommen Verteilungsfragen. L\u00e4ndervergleiche sind somit selbst bei Verwendung von Kaufkraftparit\u00e4ten problematisch.&#013;<\/p>\n<h2><strong>Daten als neuer Rohstoff<\/strong><\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nSeit den 1970er-Jahren flacht der Trend des Produktivit\u00e4tswachstums in entwickelten Volkswirtschaften ab. H\u00e4ufig wird argumentiert, die Wertsch\u00f6pfung werde \u2013 etwa wegen zunehmender Dienstleistungen und Qualit\u00e4tssteigerungen \u2013 systematisch untersch\u00e4tzt. Allerdings w\u00fcrde dies die Verh\u00e4ltnisse auf l\u00e4ngere Sicht nur dann merklich verzerren, wenn der Messfehler im Lauf der Zeit gr\u00f6sser wird.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDoch wie soll man im Zeitalter von Bits and Bytes Sozialprodukt, Produktivit\u00e4t und Konsum messen? Zahlreiche Dienstleistungen (Videotelefonie, Online-Enzyklop\u00e4dien usw.) werden im Internet als \u00abfree online services\u00bb angeboten. Der mit digitalen Dienstleistungen geschaffene Output wird von der amtlichen Statistik nicht erfasst, allenfalls die damit verbundene Werbung. Parallel dazu werden Daten und Datenspuren im Internet zum Rohstoff des digitalen Zeitalters.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nWas heisst das f\u00fcr die Zukunft der Produktivit\u00e4tsmessung? Klar ist: Statistische Erhebungs- und Messverfahren sind laufend an neue Verh\u00e4ltnisse anzupassen. Da sich das, was wir sehen, auf das auswirkt, was wir glauben, wirtschaftspolitisch tun zu sollen, ist die Art der Wahrnehmung der neuen Realit\u00e4t von gr\u00f6sster Bedeutung.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Malthus (1798).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">So Weber in einem Diskussionsbeitrag bei der Generalversammlung des Vereins f\u00fcr Socialpolitik in Wien im September 1909; vgl. Weber, M. ([1909] 2018): S. 209.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Renger (1991).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Petty ([1690] 1986).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Smith ([1776] 1976).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Schumpeter ([1942] 2020): 106.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Brief an John Ramsay McCulloch vom 30. Juni 1821 (Zitat: \u00dcbersetzung der Autoren); Ricardo (1973): 399\u2013400.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Brynjolfsson und McAfee (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Vanoli (2005).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber Jahrtausende hinweg lebte der Mensch nahe am Existenzminimum. Seine Produktivit\u00e4t reichte gerade aus, um das Gros der Gattung mit dem N\u00f6tigsten zu versorgen und Einzelne mit etwas mehr. 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Hrouda (Hrsg.), Der alte Orient. Geschichte und Kultur des alten Vorderasien: 187\u2013215.<\/li>&#13;\n \t<li>Ricardo, D. (1973). The Works and Correspondence of David Ricardo. Hrsg. von P. Sraffa unter Mitarbeit von M. H. Dobb, Bd. VIII.<\/li>&#13;\n \t<li>Schumpeter, J. A. ([1942] 2010). Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, 10. Aufl., erstmals mit vollst\u00e4ndiger \u00dcbersetzung des englischen Originals und einer Einleitung von Heinz D. Kurz.<\/li>&#13;\n \t<li>Smith, A. ([1776] 1976): An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations. 2 Bde, in The Glasgow Edition of the Works and Correspondence of Adam Smith.<\/li>&#13;\n \t<li>Vanoli, A. (2005). A History of National Accounting.<\/li>&#13;\n \t<li>Weber, M. ([1909] 2018). Max-Weber-Gesamtausgabe (MWG), Teil I, Band 12.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":98288,"main_focus":[155848,156697],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":98292,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"106019","post_abstract":"Die volkswirtschaftliche \u00abProduktivit\u00e4t\u00bb \u2013 das Verh\u00e4ltnis von Outputs zu Inputs \u2013 wurde lange als Mass des menschlichen \u00abFortschritts\u00bb angesehen. Aber wie misst man Produktivit\u00e4t, und leistet das gew\u00e4hlte Mass das von ihm Erwartete? Ein Blick in die Wirtschafts- und Theoriegeschichte zeigt, dass sich das Mass mit der Ver\u00e4nderung der realen Verh\u00e4ltnisse selbst \u00e4ndert, von einer Getreiderechnung in Mesopotamien hin zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und zur Produktivit\u00e4tsstatistik heute. Das heute gebr\u00e4uchliche Mass weist allerdings erhebliche M\u00e4ngel auf, darunter die folgenden: Es ber\u00fccksichtigt ausschliesslich marktvermittelte Transaktionen und ignoriert sonstige Leistungen, es vernachl\u00e4ssigt \u00f6kologische Kosten, es z\u00e4hlt in Bezug auf den Arbeitsinput \u00c4pfel und Birnen zusammen, und es ist noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen.","magazine_issue":"20211001","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":[4127,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20211006","original_files":null,"external_release_for_author":"20210919","external_release_for_author_time":"23:00:00","link_for_external_authors":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98285"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5282"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=98285"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98285\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":167804,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/98285\/revisions\/167804"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4721"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5282"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156697"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/155848"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98298"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=98285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=98285"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=98285"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=98285"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=98285"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=98285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}