{"id":98794,"date":"2021-07-02T11:25:26","date_gmt":"2021-07-02T11:25:26","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/07\/lavenir-passe-par-la-reglementation\/"},"modified":"2024-03-27T11:55:06","modified_gmt":"2024-03-27T10:55:06","slug":"gesetze-modernisieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/07\/gesetze-modernisieren\/","title":{"rendered":"Gesetze modernisieren"},"content":{"rendered":"<p>Wer mehr Nachhaltigkeit fordert, muss auf technologischen Fortschritt setzen: Moderne Technologien erlauben es uns, unseren Lebensstandard zu erh\u00f6hen und gleichzeitig die Umweltverschmutzung zu reduzieren. In den letzten Jahren wurden in dieser Hinsicht immense Fortschritte erzielt. So ist der Wirkungsgrad von Solarpanels \u2013 bei kontinuierlich sinkenden Kosten \u2013 stetig gestiegen. Die Speicherkapazit\u00e4t von Batterien und die Reichweite von Elektroautos nehmen zu. Zudem sind neue Werkstoffe auf den Markt gekommen, und das Recycling boomt.<\/p>\n<p>Wir verf\u00fcgen also im Grunde \u00fcber die f\u00fcr den Wandel n\u00f6tigen Technologien, haben aber nach wie vor ein Problem: Die L\u00f6sungen werden zu langsam umgesetzt. Dies liegt zum einen an der Schwierigkeit, die Menschen zu Verhaltens\u00e4nderungen zu bewegen. Und zum anderen an Gesetzen und Verordnungen, die auf Grundlage veralteter, ineffizienter Technologien verfasst wurden. So ist es in vielen F\u00e4llen noch immer m\u00f6glich, die Umwelt ganz legal zu verschmutzen. Weil die Regulierungen der exponentiellen technologischen Entwicklung hinterherhinken, bewegen wir uns heute in einem archaischen Rechtsrahmen.<\/p>\n<p>Viele Umweltgesetze und -verordnungen stammen noch aus dem letzten Jahrhundert \u2013 also aus einer Zeit, in der nat\u00fcrliche Ressourcen als unersch\u00f6pflich galten und Kohle- und Erd\u00f6lverbrennung die Norm waren. Die Technologie hat sich seitdem aber kontinuierlich weiterentwickelt. Somit zementiert eine veraltete Regulierung die Nutzung der Technik von gestern, anstatt die Verwendung der effizienteren, saubereren Technologien von heute zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<h2><strong>Vorschriften, die sich auszahlen<\/strong><\/h2>\n<p>Um die Wirtschaft schnell genug zu transformieren und so den Klimanotstand abzuwenden, ist eine Modernisierung der Umweltnormen unabdingbar. Wichtig ist es, die Wirtschaftsakteure davon zu \u00fcberzeugen, die zur Verf\u00fcgung stehenden sauberen, effizienten und rentablen Technologien zu nutzen. Empfehlungen allein gen\u00fcgen dabei nicht: Die Nutzung dieser Technologien muss verbindlich vorgeschrieben werden.<\/p>\n<p>Strengere Umweltnormen erh\u00f6hen die Nachfrage nach sauberen, effizienten L\u00f6sungen. Damit verhelfen sie neuen Technologien zu einem Marktdurchbruch und beg\u00fcnstigen das Entstehen von neuen Start-ups. Sch\u00e4rfere Vorschriften bei Einwegprodukten aus Kunststoff haben beispielsweise bereits viele Konsumentinnen und Konsumenten zu einem Umdenken bewogen.<\/p>\n<p>Die Stiftung Solar Impulse hat die Rentabilit\u00e4t von mehr als 1000 Umweltschutztechnologien ermittelt. Damit m\u00f6chte sie zeigen, dass die Modernisierung der Gesetzgebung keine Zusatzkosten f\u00fcr die B\u00fcrger und Unternehmen erzeugt, sondern im Gegenteil Firmengewinne steigert und Arbeitspl\u00e4tze schafft.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer mehr Nachhaltigkeit fordert, muss auf technologischen Fortschritt setzen: Moderne Technologien erlauben es uns, unseren Lebensstandard zu erh\u00f6hen und gleichzeitig die Umweltverschmutzung zu reduzieren. In den letzten Jahren wurden in dieser Hinsicht immense Fortschritte erzielt. So ist der Wirkungsgrad von Solarpanels \u2013 bei kontinuierlich sinkenden Kosten \u2013 stetig gestiegen. 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