{"id":98801,"date":"2021-07-02T11:25:26","date_gmt":"2021-07-02T11:25:26","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/07\/bigler-07-2021\/"},"modified":"2024-11-11T09:47:51","modified_gmt":"2024-11-11T08:47:51","slug":"kostenbremse-fuehrt-zu-wachstum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/07\/kostenbremse-fuehrt-zu-wachstum\/","title":{"rendered":"Kostenbremse f\u00fchrt zu Wachstum"},"content":{"rendered":"<p>Die Lockdown-Massnahmen haben die Schweizer Wirtschaft empfindlich geschw\u00e4cht. F\u00fcr einige Unternehmen wird der Pfad zur Gesundung steinig. Die Wirtschaft ben\u00f6tigt ein Vitalisierungsprogramm, sozusagen eine Vitaminspritze. Das wohl effizienteste Mittel, um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit und die Produktivit\u00e4t der Unternehmen zu f\u00f6rdern, ist die Einf\u00fchrung einer Regulierungskostenbremse. Im April 2021 hat der Bundesrat die Vernehmlassung zu diesem vom Schweizerischen Gewerbeverband konzipierten Instrument er\u00f6ffnet. Die Regulierungskostenbremse unterstellt Vorlagen, die besonders hohe Kosten ausl\u00f6sen oder mehr als 10\u2019000 Unternehmen betreffen, dem qualitativen Mehr im Parlament.<\/p>\n<p>Regulierungskosten wirken sich direkt auf die Fixkosten eines Unternehmens aus. Sie binden unternehmerische Kr\u00e4fte in unproduktive Aufgaben. Aktuell ist davon auszugehen, dass Regulierungen die Unternehmen in der Schweiz j\u00e4hrlich um die 70 Milliarden Franken kosten. Die Unternehmen haben keinerlei Einfluss auf diese Kosten und k\u00f6nnen sie oft nicht durch Einsparungen in anderen Bereichen ausgleichen.<\/p>\n<p>Dieses Geld k\u00f6nnten die Unternehmen zum Beispiel in Innovation, Markterweiterungen oder in die Mitarbeitenden investieren. Der Abbau unn\u00f6tiger Regulierungskosten wirkt damit wie ein wirtschaftliches Wachstumsprogramm.<\/p>\n<h2><strong>Kosten eind\u00e4mmen<\/strong><\/h2>\n<p>Die Er\u00f6ffnung der Vernehmlassung zu diesem Instrument ist ein Meilenstein. Die Regierung kommt so dem bereits im Fr\u00fchling 2019 erteilten Auftrag des Parlaments nach. Seit 2010 hat der Schweizerische Gewerbeverband zusammen mit b\u00fcrgerlichen Parteien unz\u00e4hlige Vorst\u00f6sse lanciert. Nun kann er die Fr\u00fcchte seiner Anstrengungen ernten.<\/p>\n<p>Eine wirksame Regulierungskostenbremse beinhaltet die Messung der Regulierungskosten neuer Gesetze und von Gesetzes\u00e4nderungen sowie die \u00dcberpr\u00fcfung der Messung durch eine verwaltungsexterne \u2013 und unabh\u00e4ngige \u2013 Pr\u00fcfstelle. Hinzu kommt die Unterstellung von besonders kostenintensiven Vorlagen unter das qualifizierte Mehr in der parlamentarischen Beratung.<\/p>\n<p>Um die Regulierungskosten wirksam einzud\u00e4mmen, gen\u00fcgt es jedoch nicht, bereits bestehende abzubauen. Analog der Schuldenbremse muss im Parlament ein Mechanismus eingef\u00fchrt werden, der die Schaffung neuer Regulierungskosten bremst.<\/p>\n<p>Als gr\u00f6sste Dachorganisation der Schweizer Wirtschaft vertritt der Schweizerische Gewerbeverband \u00fcber 230 Verb\u00e4nde und gegen 500\u2019000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU), was einem Anteil von 99,8 Prozent aller Unternehmen in unserem Land entspricht. Im Interesse der Schweizer KMU setzen wir uns f\u00fcr optimale wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen sowie f\u00fcr ein unternehmensfreundliches Umfeld ein.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Lockdown-Massnahmen haben die Schweizer Wirtschaft empfindlich geschw\u00e4cht. 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