{"id":98933,"date":"2021-06-14T10:31:11","date_gmt":"2021-06-14T10:31:11","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/06\/obligation-dannonce-comment-expliquer-les-differences-cantonales\/"},"modified":"2023-08-23T22:49:31","modified_gmt":"2023-08-23T20:49:31","slug":"kantonale-unterschiede-bei-der-stellenmeldepflicht-was-steckt-dahinter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/06\/kantonale-unterschiede-bei-der-stellenmeldepflicht-was-steckt-dahinter\/","title":{"rendered":"Kantonale Unterschiede bei der Stellenmeldepflicht: Was steckt dahinter?"},"content":{"rendered":"<p>Die Stellenmeldepflicht f\u00fchrte in der Einf\u00fchrungsphase von Juli 2018 bis Ende 2019 im gesamtschweizerischen Durchschnitt zu j\u00e4hrlich 4 meldepflichtigen Stellen pro hundert Besch\u00e4ftigte. Dieser Wert schwankt je nach Kanton zwischen knapp 2 und 7. Besonders hoch war der Wert mit 13 im Kanton Graub\u00fcnden.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nIm Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) hat das Basler Beratungsunternehmen IWSB mittels Datenanalyse und qualitativer Interviews untersucht, worauf diese grossen kantonalen Unterschiede zur\u00fcckzuf\u00fchren sind.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>&#013;<\/p>\n<h2>Teilweise Wirtschaftsstruktur verantwortlich<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nDie Analyse zeigt: Ein Teil dieser kantonalen Unterschiede kann mittels Durchschnittszerlegung durch unterschiedliche Wirtschaftsstrukturen erkl\u00e4rt werden. So liegt die erwartete Anzahl gemeldeter Stellen pro hundert Besch\u00e4ftigte aufgrund der Wirtschaftsstruktur beispielsweise in Graub\u00fcnden um 3,5 h\u00f6her als im Schweizer Durchschnitt. Zu h\u00f6heren Werten f\u00fchrt die Wirtschaftsstruktur auch in Appenzell Innerrhoden (+2,2), Obwalden (+1,9), Wallis (+1,8) und Uri (+1,6).&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nEs verbleibt jedoch eine substanzielle, nicht durch Wirtschaftsstruktur und Saisonalit\u00e4t erkl\u00e4rbare Differenz zwischen den Kantonen (von -2,9 bis +2,7). Dieser Kantonseffekt ist stark positiv in Graub\u00fcnden (+2,7), Thurgau (+2,3), Nidwalden (+1,4), Schaffhausen (+1,4) und Wallis (+1). Deutlich negativ ist er in Appenzell Innerrhoden (-2,9) und Ausserrhoden (-2), Schwyz (-1,9), Tessin (-1,4), Zug (-1,3), Freiburg (-1,2) und Uri (-1). Die verbleibenden Unterschiede erkl\u00e4ren, k\u00f6nnten unterschiedliche kantonale Prozesse bei der Verarbeitung der gemeldeten Stellen oder nicht erfasste Unterschiede bei der Messung der Wirtschaftsstruktur. Diese Hypothesen m\u00fcssten mit weiterf\u00fchrenden Untersuchungen genauer analysiert werden.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nUm die offenen Stellen, die der Stellenmeldepflicht unterstehen, zu melden, haben die Firmen und Personalvermittler drei Kan\u00e4le zur Verf\u00fcgung: direkt beim zust\u00e4ndigen RAV (pers\u00f6nlich, telefonisch oder per E-Mail), \u00fcber die Onlineplattform <a href=\"https:\/\/www.arbeit.swiss\/secoalv\/de\/home\/menue\/unternehmen.html\">Arbeit.swiss<\/a> oder mittels einer Programmierschnittstelle (API). Bei Letzterer werden neue Stellen aus dem Computersystem der Firma automatisch \u00fcbermittelt. Welchen Kanal die Unternehmen f\u00fcr die Stellenmeldungen verwenden, h\u00e4ngt sowohl von Faktoren auf Ebene des Unternehmens als auch von der kantonalen Umsetzung der Meldepflicht und von Brancheneffekten ab. Eine zentralisierte Umsetzung der Stellenmeldepflicht im Kanton (beispielsweise in einem Stellenmeldezentrum) ist mit einem deutlich tieferen Anteil an direkten Meldungen beim RAV assoziiert. Gr\u00f6ssere Unternehmen w\u00e4hlen zudem tendenziell st\u00e4rker standardisierte Meldekan\u00e4le wie Arbeit.swiss oder API.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nArbeitgebende, welche zuvor schon mit den RAV zusammengearbeitet haben, melden Stellen mit einer h\u00f6heren Wahrscheinlichkeit direkt den RAV. Die Branchengruppen \u00abfreiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen\u00bb, \u00abInformation und Kommunikation\u00bb, \u00abFinanz- und Versicherungsdienstleistungen\u00bb sowie die privaten Arbeitsvermittlungen stechen hingegen mit einer klaren Tendenz zur automatisierten Stellenmeldung via API hervor.&#013;<\/p>\n<h2>H\u00e4lfte erh\u00e4lt RAV-Vorschlag<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nDie Stellenmeldepflicht sieht vor, dass das RAV dem Unternehmen auf eine Stellenmeldung geeignete Kandidaten und Kandidatinnen aus seiner Datenbank vorschl\u00e4gt.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Aus Sicht der kantonalen Interviewpartnerinnen und -partner enthalten die Stellenmeldungen jedoch oft nicht alle Informationen, welche f\u00fcr einen guten Vorschlag n\u00f6tig sind. Dementsprechend werden viele Ressourcen eingesetzt, um nachtr\u00e4glich Informationen bei den Arbeitgebenden einzuholen. Durchschnittlich haben die RAV im Untersuchungszeitraum bei 51 Prozent der eingegangenen meldepflichtigen Stellenmeldungen Kandidatinnen und Kandidaten vorgeschlagen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie Mehrheit der befragten Kantone verf\u00fcgt \u00fcber unterschiedlich stark formalisierte Strategien, wann eine Stellenmeldung einen Vermittlungsvorschlag erh\u00e4lt. W\u00e4hrend einige zum Ziel haben, auf jede Meldung ein passendes Kandidatendossier vorzuschlagen, setzen andere Kantone darauf, selektiv Vorschl\u00e4ge zu machen oder den Bedarf an Vorschl\u00e4gen bei den Unternehmen zu erfragen. Dies spiegelt sich auch im Anteil der Stellenmeldungen mit Vorschl\u00e4gen wider, der schweizweit zwischen unter 10 Prozent und \u00fcber 80 Prozent variiert.&#013;<\/p>\n<h2>Heterogenes Verst\u00e4ndnis<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nDie Kantone verstehen den Vermittlungsauftrag im Rahmen der Stellenmeldepflicht demnach durchaus unterschiedlich. Allerdings ist zu ber\u00fccksichtigen, dass die Kantone verschiedene Voraussetzungen haben und auch mit anderen Problemen bei den Stellenmeldungen konfrontiert sind. Um zu untersuchen, wann eine Firma einen Kandidatenvorschlag des RAV bekommt, werden im Modell der Meldekanal, die Anzahl geeigneter Stellensuchender und die Art der Stelle (saisonal oder von einer privaten Arbeitsvermittlung gemeldet) ber\u00fccksichtigt. Ebenso wird kontrolliert, ob das Unternehmen bereits vor der Stellenmeldepflicht mit den RAV zusammengearbeitet hat. Die prognostizierte Wahrscheinlichkeit, dass eine Firma auf eine Stellenmeldung einen Kandidatenvorschlag erh\u00e4lt, variiert jedoch auch bei identischen Voraussetzungen stark nach Kantonen (siehe <em>Abbildung <\/em>1). Das best\u00e4tigt, dass unterschiedliche kantonale Strategien eine wichtige Rolle spielen.&#013;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Prognostizierte Vorschlags- und Erfolgswahrscheinlichkeit einer Stellenmeldung beim RAV, nach Kanton<\/h3>\n<p>&#013;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Braun-Dubler-Kaderli-Puhani_Abb1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Braun-Dubler-Kaderli-Puhani_Abb1_de').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: [\n           '\tBS\t'\t,\n'\tNE\t'\t,\n'\tSZ\t'\t,\n'\tBE\t'\t,\n'\tVS\t'\t,\n\n'\tGR\t'\t,\n'\tTG\t'\t,\n'\tVD\t'\t,\n\n'\tSG\t'\t,\n'\tZG\t'\t,\n'\tSO\t'\t,\n'\tGL\t'\t,\n'\tBL\t'\t,\n'\tSH\t'\t,\n'\tNW\t'\t,\n'\tAG\t'\t,\n'\tGE\t'\t,\n'\tLU\t'\t,\n'\tAR\t'\t,\n'\tJU\t'\t,\n'\tFR\t'\t,\n'\tZH\t'\t,\n'\tTI\t'\t\n        ],\n        crosshair: true\n    },\n    yAxis: {\n    max: 100,\n        min: 0,\n        title: {\n            text: ''\n             \n        },\n        labels: {\n        format: '{value}%',\n        },\n    },\n    tooltip: {\n        headerFormat: '<span style=\"font-size:10px\">{point.key}<\/span><table>',\n        pointFormat: '<tr><td style=\"color:{series.color};padding:0\">{series.name}: <\/td>' +\n            '<td style=\"padding:0\"><b>{point.y:.1f}%<\/b><\/td><\/tr>',\n        footerFormat: '<\/table>',\n        shared: true,\n        useHTML: true\n    },\n    plotOptions: {\n        column: {\n            pointPadding: 0.2,\n            borderWidth: 0\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'prognostizierte Vorschlagswahrscheinlichkeit',\n        data: [22.414925,\n23.243763,\n26.551579,\n26.583932,\n29.362782,\n\n40.217436,\n41.041427,\n41.296833,\n\n41.733963,\n44.269406,\n50.976585,\n53.599985,\n55.5364,\n57.693682,\n59.477597,\n59.729549,\n60.967276,\n61.825639,\n62.196111,\n70.320655,\n77.189466,\n84.086616,\n97.748254]\n    }, {\n        name: 'prognostizierte Erfolgswahrscheinlichkeit',\n        data: [4.816401174,\n5.712704948,\n1.678589766,\n2.003859637,\n3.435730173,\n\n2.038356602,\n5.126112683,\n2.091652605,\n\n2.333276773,\n2.194772095,\n4.790813259,\n4.077488302,\n2.187956079,\n2.506734639,\n2.301573306,\n1.983697676,\n1.57457616,\n1.186005228,\n5.302657602,\n2.461439232,\n1.566803861,\n2.542808998,\n2.419892982\t,\t]\n \n\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">F\u00fcr eine nicht saisonale, meldepflichtige Stellenmeldung via Arbeit.swiss, bei der das meldende Unternehmen keine private Arbeitsvermittlung ist und nicht schon vorher mit den RAV zusammengearbeitet hat. Gegeben\u00a0 die durchschnittlichen Werte der \u00fcbrigen Variablen im jeweiligen Modell. F\u00fcr die Kantone Appenzell Innerrhoden und Uri liegen zur Sch\u00e4tzung der Erfolgswahrscheinlichkeit zu wenige Beobachtungen vor. Der Kanton Obwalden betreibt gemeinsam mit dem Kanton Nidwalden ein RAV.&#013;<br \/>\n<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Seco, Avam \/ Berechnung IWSB \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nVon den Kantonen wurde mehrfach erw\u00e4hnt, dass f\u00fcr einige Stellenmeldungen nicht gen\u00fcgend passende Stellensuchende vorhanden seien. Da in der Anfangsphase der Stellenmeldepflicht die Kantone nur begrenzt zusammenarbeiteten, ist hier sicherlich noch Potenzial vorhanden. Vor allem in kleinen Kantonen scheint es sinnvoll, auch Stellensuchende aus den Nachbarkantonen zu ber\u00fccksichtigen.&#013;<\/p>\n<h2>Wann ist ein Vorschlag erfolgreich?<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nUnter allen Vorschl\u00e4gen im Untersuchungszeitraum kam es in 1,7 Prozent zu einer erfolgreichen Vermittlung. Betrachtet man dann die Faktoren, welche mit der Erfolgswahrscheinlichkeit zusammenh\u00e4ngen, so muss ber\u00fccksichtigt werden, dass pro Stelle mehrere Personen vorgeschlagen werden k\u00f6nnen. Im Ergebnis f\u00e4llt als Erstes die Rolle des Meldekanals auf: Die prognostizierte Erfolgswahrscheinlichkeit einer Vermittlung ist bei direkten Meldungen ans RAV etwas mehr als dreimal so hoch wie bei Meldungen \u00fcber Arbeit.swiss. Da der Meldekanal per se nicht zu einem unterschiedlichen Ergebnis f\u00fchren sollte, kann vermutet werden, dass der Meldekanal etwas \u00fcber die Absicht des Unternehmens, eine beim RAV gemeldete stellensuchende Person einzustellen, aussagt. So macht eine Firma, die sehr gerne eine beim RAV gemeldete Person anstellen w\u00fcrde, wahrscheinlich eher eine direkte Meldung als ein Unternehmen, das die Meldung pro forma macht.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nKandidatenvorschl\u00e4ge f\u00fcr saisonale Stellen haben eine leicht unterdurchschnittliche Wahrscheinlichkeit, in einer Anstellung zu m\u00fcnden. Zudem ist f\u00fcr saisonale Stellen auch die Wahrscheinlichkeit, einen Vermittlungsvorschlag zu erhalten, rund 20 Prozentpunkte tiefer als f\u00fcr nicht saisonale Stellen. Das best\u00e4tigen auch die Interviews mit den Kantonen. Insgesamt deutet das darauf hin, dass die Meldepflicht f\u00fcr die Besetzung saisonaler Stellen bisher weniger erfolgreich ist.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nVorschl\u00e4ge auf gemeldete Stellen privater Arbeitsvermittler haben zudem eine geringere Erfolgswahrscheinlichkeit als Vorschl\u00e4ge auf Stellenmeldungen von Unternehmen, welche selber rekrutieren. Die Effekte anderer stellenspezifischer Charakteristika auf den Vermittlungserfolg sind sehr klein oder inexistent. Dies gilt auch f\u00fcr Merkmale der vorgeschlagenen Personen wie Alter, Geschlecht oder Aufenthaltsstatus.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDifferenzierte Ergebnisse nach Berufsarten hingegen deuten darauf hin, dass unterschiedliche Prozesse (z. B. schwach vs. stark formalisierte Prozesse) bei der Rekrutierung von Personal einen Effekt auf die Erfolgswahrscheinlichkeit haben k\u00f6nnten. Die Vermutung, dass Stellensuchende auf Hilfsfunktionen einfacher zu vermitteln sind als auf spezialisierte Berufe, kann mit der Analyse zum Teil unterst\u00fctzt werden (siehe <em>Abbildung 2<\/em>).&#013;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Prognostizierte Erfolgswahrscheinlichkeit nach Berufsarten<\/h3>\n<p>&#013;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Braun-Dubler-Kaderli-Puhani_Abb2_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Braun-Dubler-Kaderli-Puhani_Abb2_de').highcharts({\n        chart: {\n            zoomType: '',\n             inverted: true\n        }, \n        credits: {enabled: false}, \/\/ so wird die Quelle Highcharts.com ausgeblendet\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        xAxis: [{\n            categories: ['\tMarketingfachleute\t\t\t'\t,\n'\tLandwirtschaftliche Hilfskr\u00e4fte\t\t\t'\t,\n'\tSonstige Berufe der Uhrenindustrie\t\t\t'\t,\n'\tServicepersonal\t\t\t'\t,\n'\tSonstige Berufe des Bauhauptgewerbes\t\t\t'\t,\n'\tVerputzer*innen, Stuckateur*innen\t\t\t'\t,\n'\tK\u00fcchenpersonal\t\t\t'\t,\n'\tTeleoperateur*innen und <br> Telefonisten*innen\t\t\t'\t,\n'\tEmpfangspersonal und Portiers\t\t\t'\t,\n'\tBetonbauer*innen, Zementierer*innen Bau\t\t'\t,\n'\tAusl\u00e4ufer*innen und Kurier*innen\t\t\t'\t,\n'\tIsolierer*innen\t\t\t'\t,\n'\tEtagen-, W\u00e4scherei- und Economatpersonal\t\t\t'\t,\n'\tMagaziner*innen, Lagerist*innen\t\t\t'\t,\n'\tSonstige be- und verarbeitende Berufe\t\t\t'\t,\n'\tArbeitskr\u00e4fte mit nicht bestimmbarer <br> manueller Berufst\u00e4tigkeit\t\t\t'\t,]\n        }],\n        yAxis: [{ \/\/ Primary yAxis\n            labels: {\n                format: '{value}%'\n                \n            },\n            title: {\n                text: ''\n                \n            }\n        }, { \/\/ Secondary yAxis\n            title: {\n                text: '',\n                \n            },\n            labels: {\n                format: '{value} mm',\n                \n            },\n            opposite: true\n           \n        }],\n\n        tooltip: {\n            shared: true\n        },\n\n        series: [{\n            name: 'prognostizierter Wert ',\n            type: 'scatter', \/\/blendet die verbindende Line aus, zeigt nur Punkte\n            data: [0.742428572\t,\n1.087514768\t,\n1.135414519\t,\n1.171807932\t,\n1.454968201\t,\n1.467369044\t,\n1.502583989\t,\n1.509213611\t,\n1.615712493\t,\n1.735181768\t,\n1.762626415\t,\n1.787800248\t,\n2.009658719\t,\n2.012035951\t,\n2.271634097\t,\n2.420151126\t,],\n            tooltip: {\n             valueDecimals: 2,\n                pointFormat: '{series.name}<\/span>: <b>{point.y}%<\/b> '\n\n            }\n        }, {\n        \n\n        \n            name: 'Konfidenzintervall',\n            type: 'errorbar',\n            data: [[\t0.580430856\t,\t0.949208026\t]\t,\n[\t0.836438772\t,\t1.41288308\t]\t,\n[\t0.984671133\t,\t1.308930153\t]\t,\n[\t0.922746178\t,\t1.487085838\t]\t,\n[\t1.202598779\t,\t1.759355094\t]\t,\n[\t1.283836334\t,\t1.676693304\t]\t,\n[\t1.278258591\t,\t1.765572857\t]\t,\n[\t1.239839862\t,\t1.836024804\t]\t,\n[\t1.305766236\t,\t1.997740663\t]\t,\n[\t1.362038983\t,\t2.208261778\t]\t,\n[\t1.308999613\t,\t2.369680561\t]\t,\n[\t1.479498534\t,\t2.158938834\t]\t,\n[\t1.490349603\t,\t2.704951262\t]\t,\n[\t1.742937763\t,\t2.321699433\t]\t,\n[\t1.957570452\t,\t2.63473061\t]\t,\n[\t2.006179085\t,\t2.917002886\t]\t],  \/\/Errorbar = diese schwarzen Striche. 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Gegeben die durchschnittlichen Werte der \u00fcbrigen Variablen bzw. die Referenzkategorien bei kategorialen Variablen und 0 bei bin\u00e4ren Variablen: Es werden nur die meldepflichtigen Berufsarten mit mind. 1 Vermittlung dargestellt.<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Seco, Avam \/ Berechnung IWSB \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#013;<\/p>\n<h2>Erfolgreiche Strategien erkennen<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nInsgesamt ist die Erfolgsquote in der Anfangsphase der Stellenmeldepflicht mit 4,5 Prozent Vermittlungen an allen gemeldeten Stellen, bei denen ein Kandidatenvorschlag gemacht wurde, relativ gering. Unausgesch\u00f6pftes Vermittlungspotenzial scheint es vor allem noch bei den \u00fcber Arbeit.swiss und API gemeldeten Stellen zu geben. Sie haben durch die Meldepflicht stark zugenommen. Zudem zeigen verschiedene Analysen, dass hinsichtlich des offiziellen Stellenportals Job-Room noch Potenzial besteht. Dort haben die Stellensuchenden die M\u00f6glichkeit, den Informationsvorsprung durch die Stellenmeldepflicht selbstst\u00e4ndig zu nutzen und sich auf meldepflichtige Stellen zu bewerben. Die Nutzung des Job-Room ist in der Einf\u00fchrungsphase der Stellenmeldepflicht unter den Erwartungen geblieben.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nAuch die prognostizierte Erfolgswahrscheinlichkeit f\u00fcr einen Vorschlag mit identischen Voraussetzungen variiert deutlich zwischen den Kantonen (zwischen 1,2 und 5,7 Prozent, siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Kantone mit einer h\u00f6heren Vorschlagswahrscheinlichkeit haben nicht unbedingt eine h\u00f6here Erfolgswahrscheinlichkeit bei der Vermittlung. Dies sowie die Ergebnisse aus den Interviews deuten darauf hin, dass f\u00fcr eine erfolgreiche Vermittlungst\u00e4tigkeit Investitionen in eine Vertrauensbeziehung zu den Arbeitgebenden wichtig sind. Hierzu wie auch zur Rolle der direkten Meldungen ans RAV beziehungsweise zur Qualit\u00e4t der Stellenmeldungen k\u00f6nnten weiterf\u00fchrende qualitative Untersuchungen tiefere Einblicke geben.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Die <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/Publikationen_Dienstleistungen\/Publikationen_und_Formulare\/Arbeit\/Arbeitsmarkt\/Informationen_Arbeitsmarktforschung\/monitoringevaluation_stellenmeldepflicht_2_wp20.html\">vollst\u00e4ndige Studie<\/a> ist online verf\u00fcgbar auf Seco.admin.ch.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Ein zus\u00e4tzliches Instrument sind Bewerbungsaufforderungen. Diese werden in dieser Untersuchung nicht ber\u00fccksichtigt, weil die Bewerbung nicht zwingenderweise erfolgt, sie sich qualitativ von einem Kandidatenvorschlag unterscheidet und die R\u00fcckmeldungen unvollst\u00e4ndig sind.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stellenmeldepflicht f\u00fchrte in der Einf\u00fchrungsphase von Juli 2018 bis Ende 2019 im gesamtschweizerischen Durchschnitt zu j\u00e4hrlich 4 meldepflichtigen Stellen pro hundert Besch\u00e4ftigte. Dieser Wert schwankt je nach Kanton zwischen knapp 2 und 7. 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Andererseits, weil sie abweichende Strategien verfolgen. Die quantitative Analyse des Beratungsunternehmens IWSB im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) suggeriert, dass eine F\u00f6rderung des Meldekanals RAV die Erfolgschancen einer Vermittlung erh\u00f6ht. Interviews mit den Kantonen verdeutlichen jedoch, dass der Meldekanal RAV eher ein Ausdruck der Offenheit der Firmen gegen\u00fcber den Vorschl\u00e4gen der RAV darstellt, was den Vermittlungserfolg erh\u00f6ht. 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