{"id":99537,"date":"2021-03-31T14:17:15","date_gmt":"2021-03-31T14:17:15","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/03\/le-label-suisse-une-aubaine-pour-lindustrie-et-les-services\/"},"modified":"2023-08-23T22:50:33","modified_gmt":"2023-08-23T20:50:33","slug":"swissness-industrie-und-dienstleister-profitieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/03\/swissness-industrie-und-dienstleister-profitieren\/","title":{"rendered":"Swissness: Industrie und Dienstleister profitieren"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2017 traten das revidierte <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/1993\/274_274_274\/de\">Markenschutzgesetz<\/a> und das revidierte <a href=\"https:\/\/www.admin.ch\/opc\/de\/classified-compilation\/20091656\/index.html\">Wappenschutzgesetz<\/a> \u2013 die sogenannte Swissness-Gesetzgebung \u2013 in Kraft. Im Markenschutzgesetz wurden pr\u00e4zise Regeln \u00fcber die geografische Herkunft von Waren und Dienstleistungen festgeschrieben, das heisst, unter welchen Bedingungen die Bezeichnung \u00abSchweiz\u00bb f\u00fcr Waren und Dienstleistungen verwendet werden darf. Das Wappenschutzgesetz regelt den Gebrauch des Schweizer Kreuzes. Vier Jahre sp\u00e4ter stellt sich daher die Frage: Hat sich der Aufwand f\u00fcr Unternehmen und aus gesamtwirtschaftlicher Sicht gelohnt?&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nIm Auftrag des Eidgen\u00f6ssischen Instituts f\u00fcr Geistiges Eigentum (IGE) haben wir die Auswirkungen der neuen Swissness-Gesetzgebung f\u00fcr die Wirtschaftssektoren Industrie und Dienstleistungen analysiert.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Die Evaluation soll den Nutzen und die Kosten der Swissness-Gesetzgebung aus unternehmerischer und gesamtwirtschaftlicher Perspektive auflisten. Nicht Teil unserer Untersuchung ist die Lebensmittelbranche, welche in einer separaten Studie untersucht wurde.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> F\u00fcr die volkswirtschaftliche Gesamtbetrachtung ber\u00fccksichtigten wir jedoch auch Rohdaten aus dieser separaten Studie. Methodisch basiert unsere Studie auf Fallstudien, Unternehmens- und Konsumentenbefragungen und Modellsimulationen (siehe <em>Kasten<\/em>).&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nAus unternehmerischer Sicht ist die Gesetzgebung von Nutzen, wenn die schweizerische Herkunftsbezeichnung einen Preisaufschlag \u2013 eine \u00abSwissness-Pr\u00e4mie\u00bb \u2013 erlaubt. Kosten entstehen beispielsweise, wenn die Unternehmen Teile ihrer Beschaffung und der Produktion in die Schweiz verlagern m\u00fcssen, um den Bedingungen des Gesetzes zu entsprechen. Eine solche Verlagerung verteuert m\u00f6glicherweise die Herstellung.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie erw\u00e4hnten Verlagerungseffekte sind auch gesamtwirtschaftlich bedeutsam: Wenn Unternehmen aufgrund des Gesetzes vermehrt in der Schweiz einkaufen und Wertaktivit\u00e4ten in die Schweiz verlagern, entsteht dadurch eine zus\u00e4tzliche Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr die Volkswirtschaft.&#013;<\/p>\n<h2><strong>Hohe Preispr\u00e4mie im Inland<\/strong><\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nF\u00fcr Produkte mit schweizerischen Herkunftsbezeichnungen k\u00f6nnen die Unternehmen deutliche Preispr\u00e4mien absch\u00f6pfen, wie unsere Unternehmensbefragungen zeigen: Im Schweizer Markt betr\u00e4gt die durchschnittliche Preispr\u00e4mie 9,5 Prozent. Im ausl\u00e4ndischen Markt gibt es grosse Unterschiede. So betr\u00e4gt die Preispr\u00e4mie in China 26,7 Prozent, in den USA 6,1 Prozent und in Deutschland 3,7 Prozent.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Der Umsatz erh\u00f6ht sich mit Swissness innerhalb der Schweiz um 8,9 Prozent und um 6,3 Prozent im Ausland.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDer Wert der Swissness ist letztlich aber stark unternehmensspezifisch. Trotzdem kann grunds\u00e4tzlich gesagt werden: Uhren- und Kosmetikfirmen erzielen auf dem Heimmarkt eine \u00fcberdurchschnittlich grosse Preispr\u00e4mie \u2013 hingegen ist die Pr\u00e4mie bei exportorientierten Gross- und Mittelunternehmen auf dem Heimmarkt signifikant geringer. Werden die Resultate und die Ergebnisse \u00fcber die Lebensmittelbranche<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> gewichtet auf die gesamte Volkswirtschaft der Schweiz hochgerechnet, so ergibt sich aufgrund der Swissness ein Mehrumsatz von 7,7 Milliarden Franken pro Jahr.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie Ergebnisse der Nachfragebefragung in f\u00fcnf L\u00e4ndern zu acht Produkten unterst\u00fctzen die Resultate der Unternehmensbefragung. F\u00fcr fast alle Produktkategorien ergibt sich eine positive Swissness-Pr\u00e4mie (siehe <em>Abbildung 1<\/em>). Am h\u00f6chsten ist sie mit 17,5 Prozent bei Uhren \u2013 hingegen ist sie bei Zahnb\u00fcrsten mit \u20135,7 Prozent sogar negativ, aber der Wert ist nicht eindeutig von null verschieden. Generell zeigt sich: Produkte, welche die Eigenschaften \u00abBerge\u00bb und \u00abPr\u00e4zision\u00bb repr\u00e4sentieren, erzielen \u00fcberdurchschnittliche Swissness-Pr\u00e4mien. Und: Die h\u00f6chsten Pr\u00e4mien bezahlen die Konsumenten auf dem Heimmarkt. In den angrenzenden L\u00e4ndern sinken diese Pr\u00e4mien deutlich, nehmen aber mit zunehmender Entfernung zur Schweiz wieder zu. Dieses Ergebnis legt nahe, dass Kunden in entfernteren M\u00e4rkten mit einzelnen Marken schweizerischer Anbieter weniger vertraut sind und daf\u00fcr f\u00fcr die generelle Herkunftsbezeichnung eine positive Zahlungsbereitschaft haben.&#013;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Swissness-Preispr\u00e4mie aus Konsumentensicht<\/strong><\/h3>\n<p>&#013;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Lehmann-Moser-Nicklisch-Emmenegger-Grass_Abb1_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n$(function () {\n    $('#Lehmann-Moser-Nicklisch-Emmenegger-Grass_Abb1_DE').highcharts({     \n\n chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    \n    xAxis: {\n        categories: ['Uhr', 'Strompr\u00fcfer', 'Handschuh', 'Shampoo', 'Rucksack', 'Zahnb\u00fcrste', 'Creme', 'Messer'\n            \t\t\t\t\t\t\t\n\n        ],\n        crosshair: true\n    },\n    yAxis: {\n        \n        title: {\n            text: 'Preisaufschlag'        },\n            labels: {\n            format: '{value}%'\n            \n            },\n    },\n    tooltip: {\n     headerFormat: '{point.x}',\n     valueSuffix: '%'\n   \n   \n        },\nlegend: {\nenabled: false\n},\n   \n    \n    plotOptions: {\n        column: {\n            pointPadding: 0.2,\n            borderWidth: 0\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'Preisaufschlag',\n        data: [17.5\t,\n4.4\t,\n7\t,\n7.2\t,\n2.7\t,\n-5.7\t,\n6.1\t,\n6.6\t\n]\n\n    }]\n});\n\n\n\n});\n\n<\/script>\n&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Dargestellt ist die relative Differenz zwischen der Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr ein Produkt mit Swissness und der Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr dasselbe Produkt ohne Swissness. Die Ergebnisse beruhen auf der anreizkompatiblen Nachfragebefragung.<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Lehmann et al. (2020) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#013;<\/p>\n<h2><strong>Marke Schweiz gest\u00e4rkt<\/strong><\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nSowohl die Fallstudien als auch die Unternehmensbefragung legen nahe, dass sich die Verwendung von Swissness durch die neue Gesetzgebung kaum ver\u00e4ndert hat. Nur 5 Prozent der befragten Industrie- und Dienstleistungsunternehmen gaben an, dass sie Swissness seit der Einf\u00fchrung der neuen Gesetzgebung vermehrt oder vermindert im Marketing einsetzen. Gleichzeitig zeigt sich aber, dass die neue Gesetzgebung zum Wert der Marke Schweiz beitr\u00e4gt. So sch\u00e4tzen die befragten Unternehmen, dass die Preispr\u00e4mie dank der neuen Gesetzgebung um etwa ein Viertel h\u00f6her ist, als sie es ohne Gesetzgebung w\u00e4re. Dieser Effekt gilt aber nur f\u00fcr den Schweizer Markt und ist im Ausland nicht nachweisbar.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nWerden diese Resultate und die Ergebnisse aus der Untersuchung der Lebensmittelbranche auf die Gesamtwirtschaft gewichtet hochgerechnet und eine stufenweise Wirkung der neuen Gesetzgebung unterstellt, so bel\u00e4uft sich der Mehrumsatz f\u00fcr das Jahr 2018 aufgrund der neuen Gesetzgebung auf 1,74 Milliarden Franken (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). W\u00e4hrend der Umstellungsphase im Jahr 2017 lag der Mehrumsatz noch bei 0,92 Milliarden Franken.&#013;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Umsatz und Kosten durch Swissness-Gesetzgebung (2017 und 2018; in Mrd. Fr.)<\/strong><\/h3>\n<p>&#013;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/12\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-11.06.32.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-102846\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2020\/12\/Bildschirmfoto-2021-03-22-um-11.06.32.png\" alt=\"\" width=\"1542\" height=\"1072\" \/><\/a>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Anmerkung: Im Jahr 2017 kostete die Swissness-Gesetzgebung unter dem Strich 0,93 Milliarden Franken mehr als sie einbrachte. Im Jahr 2018 hingegen resultierte ein Plus von 0,88 Milliarden Franken. Bei den Zahlen handelt es sich um eine Hochrechnung auf die Swissness-Gesamtwirtschaft.&#013;<br \/>\n<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Lehmann et al. (2020) \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#013;<\/p>\n<h2><strong>Umstellungskosten bei den Unternehmen<\/strong><\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nDer Median der einmaligen Umstellungskosten betr\u00e4gt 7500 Franken pro Unternehmen. Bei den wiederkehrenden Kosten sind es ebenfalls 7500 Franken pro Unternehmen und Jahr. Insgesamt fallen die Umstellungskosten also eher gering aus. Relativ gesehen, haben gr\u00f6ssere Unternehmen tendenziell h\u00f6here einmalige und wiederkehrende Umstellungskosten als kleine. F\u00fcr den Staat fallen kaum wesentliche Kosten an, weshalb diese in der Studie nicht untersucht wurden.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie Wertsch\u00f6pfungsketten der befragten Unternehmen haben sich durch die Swissness-Gesetzgebung nur wenig ver\u00e4ndert: Lediglich 6 bis 10 Prozent der antwortenden Unternehmen gaben an, Verlagerungen in die Schweiz oder aus der Schweiz realisiert oder solche geplant zu haben.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nWerden die Kosten der Umsetzung der neuen Swissness-Gesetzgebung einschliesslich der Kosten in der Lebensmittelindustrie gewichtet auf die Gesamtwirtschaft hochgerechnet, so belaufen sich die wiederkehrenden Kosten auf 860 Millionen Franken pro Jahr. Im Jahr 2017 fielen zudem einmalige Umstellungskosten von rund 1 Milliarde Franken an.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nZieht man die Kosten von den Mehreinnahmen ab, resultiert f\u00fcr das Umstellungsjahr 2017 ein Minus von 930 Millionen Franken. Ein Jahr sp\u00e4ter, als keine einmaligen Umstellungskosten mehr anfielen, betrug der aggregierte Wert der Swissness-Gesetzgebung 880 Millionen Franken. Der Verlust im Umstellungsjahr wurde also bereits 2018 fast wieder wettgemacht.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nWerden zus\u00e4tzlich mittels einer modellbasierten Simulationsanalyse die volkswirtschaftlichen Effekte der neuen Swissness-Gesetzgebung bestimmt und dabei volkswirtschaftliche Anpassungs- und Kreislaufeffekte ber\u00fccksichtigt, zeigt sich, dass die Effekte der neuen Gesetzgebung gesamtwirtschaftlich positiv, aber moderat ausfallen. Gemessen am realen Bruttoinlandprodukt (BIP) betr\u00e4gt der gesamtwirtschaftliche Nettonutzen im langfristigen Gleichgewicht 0,2 BIP-Prozentpunkte. \u00dcbertragen auf die Wirtschaftskraft und die Preise im Jahr 2018, entspricht das einem gesamtwirtschaftlichen Nettonutzen von rund 1,4 Milliarden Franken oder 163 Franken pro Einwohner. Diese Ergebnisse stellen eine konservative Sch\u00e4tzung der positiven Auswirkungen der Swissness-Gesetzgebung dar.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nIm Inland hat die neue Gesetzgebung dazu gef\u00fchrt, dass die Swissness-Regeln besser eingehalten werden. Darauf deutet der R\u00fcckgang der Missbrauchsmeldungen hin, die beim Eidgen\u00f6ssischen Institut f\u00fcr Geistiges Eigentum (IGE) eingegangen sind. Demgegen\u00fcber ist im Ausland \u2013 zumindest aus Sicht der befragten Dienstleistungs- und Industrieunternehmen \u2013 bislang keine Ver\u00e4nderung sp\u00fcrbar.&#013;<\/p>\n<h2><strong>Kriterien so belassen<\/strong><\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nUnsere empirische Untersuchung zeigt, dass die Swissness-Gesetzgebung insgesamt den Wirtschaftsstandort Schweiz leicht gest\u00e4rkt hat. Basierend auf den Erkenntnissen, gilt es prim\u00e4r, die Durchsetzung der Swissness-Gesetzgebung zu verbessern und die Unsicherheiten in den Graubereichen zu reduzieren. Eine \u00c4nderung der Swissness-Kriterien scheint jedoch nicht angezeigt, da dies erneut Umstellungskosten f\u00fcr die Unternehmen verursachen w\u00fcrde. Wir empfehlen, die Informationslage in Kooperation mit den Branchen weiter zu verbessern \u2013 etwa durch den Aufbau einer Anlaufstelle f\u00fcr Swissness. Zudem sollte die Durchsetzung der neuen Gesetzgebung gest\u00e4rkt werden.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nAuf nationaler Ebene stehen ausreichende Instrumente zur Durchsetzung zur Verf\u00fcgung, jedoch m\u00fcssen diese vermehrt genutzt werden. Das IGE und die besonders stark betroffenen Verb\u00e4nde sollten ihre Kr\u00e4fte b\u00fcndeln und gemeinsam eine Durchsetzungsstrategie erarbeiten, um auch bei kritischen F\u00e4llen im Ausland eine richterliche Kl\u00e4rung zu erreichen. Ein wichtiger Schritt ist die vor Kurzem zu diesem Zweck geschaffene Public-private-Partnership zwischen verschiedenen Verb\u00e4nden und dem IGE. <a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Wir empfehlen jedoch, den Aufgabenbereich zus\u00e4tzlich zur Durchsetzung im Ausland auch auf die Durchsetzung im Inland auszudehnen. Auf internationaler Ebene gilt es, das Netz bilateraler Vertr\u00e4ge basierend auf dem Ursprungslandprinzip auszubauen, um zus\u00e4tzliche rechtliche M\u00f6glichkeiten zur Durchsetzung zu schaffen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Lehmann et al. (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Feige et al. (2020). Siehe auch Beitrag von Stephan Feige und Stefan Rieder in diesem Schwerpunkt.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Bei Zahlen f\u00fcr die USA und China ist Vorsicht geboten, da nur wenige Unternehmen die Frage beantworteten und das 95-Prozent-Konfidenzintervall null mit einschliesst.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Werte f\u00fcr die Lebensmittelbranche stammen aus Feige und Riederer (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Vgl. den Artikel von David St\u00e4rkle in dieser Ausgabe.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2017 traten das revidierte Markenschutzgesetz und das revidierte Wappenschutzgesetz \u2013 die sogenannte Swissness-Gesetzgebung \u2013 in Kraft. 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Besonders stark profitieren Uhren- und Kosmetikahersteller von der Swissness-Gesetzgebung \u2013 doch lohnt sie sich auch gesamtwirtschaftlich?","post_hero_image_description":"Ein Arbeiter l\u00f6tet einen Velo-Stahlrahmen im solothurnischen Gretzenbach.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"Keystone","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Lehmann, R., Moser, P., Nicklisch, A., Emmenegger, M. und Grass, M. (2020). <a href=\"https:\/\/www.ige.ch\/fileadmin\/user_upload\/recht\/Swissness\/Studie_Evaluation_Swissness-Gesetzgebung.pdf\">Evaluation Swissness-Gesetzgebung. Bericht zuhanden des Eidgen\u00f6ssischen Instituts f\u00fcr Geistiges Eigentum.<\/a><\/li>&#13;\n \t<li>Feige, S., Rieder, S., Annen, R. und Roose, Z. (2020). <a href=\"https:\/\/www.ige.ch\/fileadmin\/user_upload\/recht\/Swissness\/Evaluation_Swissness_im_Lebensmittelbereich_Schlussbericht.pdf\">Evaluation der \u00abSwissness\u00bb im Lebensmittelbereich. Schlussbericht zuhanden des Bundesamts f\u00fcr Landwirtschaft.<\/a> htp St. Gallen und Interface Politikstudien Forschung Beratung.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Verwendete Methoden","kasten_box":"In einem ersten Schritt haben wir in unserer Studie explorative Fallstudien durchgef\u00fchrt. Dabei untersuchten wir, inwieweit sich die Durchsetzbarkeit der Swissness-Regeln im In- und Ausland ver\u00e4ndert hat, welche Auswirkungen die neue Swissness-Gesetzgebung auf Schweizer Unternehmen zeigt und welche Bedeutung Branchenverordnungen f\u00fcr die Umsetzung der neuen Swissness-Gesetzgebung zukommt. Zweitens haben wir in einer Onlineumfrage zwischen M\u00e4rz und April 2019 insgesamt 72\u2019928 Schweizer Unternehmen angeschrieben, wobei knapp 850 Unternehmen den Fragebogen ausgef\u00fcllt haben. Die Stichprobe ist weitgehend repr\u00e4sentativ, und verbleibende Verzerrungen wurden mittels multipler Regressionsanalysen herausgerechnet. Drittens setzten wir auf eine anreizkompatible Nachfragebefragung, um die Zahlungsbereitschaft von Konsumenten und Konsumentinnen in verschiedenen L\u00e4ndern f\u00fcr Produkte mit Swissness zu erfassen. Der Befragung lag ein quasiinteraktives Onlineexperiment einer Zweitpreislotterie zugrunde, in der die Befragten mit ihrem tats\u00e4chlichen Geld Produkte erwerben und einen Anreiz haben, ihre wahre Zahlungsbereitschaft zu zeigen. Schliesslich wurden die Daten \u2013 zusammen mit den Daten aus der Untersuchung \u00fcber die Lebensmittelbranche von Feige und Rieder (2020) \u2013 auf die Gesamtwirtschaft hochgerechnet und mittels modellbasierter Simulationsanalysen die volkswirtschaftlichen Effekte bestimmt."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":99540,"main_focus":[155904,156737],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":99544,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"100587","post_abstract":"Bei ihrer Einf\u00fchrung im Jahr 2017 war die Swissness-Gesetzgebung umstritten, da viele Firmen zus\u00e4tzliche Kosten bef\u00fcrchteten. Im Auftrag des Eidgen\u00f6ssischen Instituts f\u00fcr Geistiges Eigentum (IGE) haben die Fachhochschule Graub\u00fcnden und BAK Economics untersucht, inwiefern und ob sich der Aufwand f\u00fcr Industrie- und Dienstleistungsunternehmen finanziell gelohnt hat. Nach einmaligen Umstellungskosten im Jahr 2017 generierte die Swissness-Gesetzgebung einen unternehmerischen Wert (Mehrumsatz abz\u00fcglich Mehrkosten) f\u00fcr alle Swissness-Branchen von 0,9 Milliarden Franken. 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