{"id":99581,"date":"2021-03-31T14:17:14","date_gmt":"2021-03-31T14:17:14","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/03\/les-produits-alimentaires-sont-differents\/"},"modified":"2024-02-05T15:05:53","modified_gmt":"2024-02-05T14:05:53","slug":"swissness-warum-lebensmittel-anders-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/03\/swissness-warum-lebensmittel-anders-sind\/","title":{"rendered":"Swissness: Warum Lebensmittel anders sind"},"content":{"rendered":"<p>Wann ist etwas ein Schweizer Produkt? Was nach einer einfachen Frage t\u00f6nt, ist fast philosophisch komplex. Die Schweiz ist ein rohstoffarmes Land. Deshalb sind wir auf Importe angewiesen. Dass eine Markenuhr als Schweizer Produkt vermarktet werden darf, daran zweifelt wahrscheinlich niemand. Schliesslich steckt viel einheimisches Know-how, Technik und Design darin \u2013 auch wenn s\u00e4mtliches Material und wohl auch zahlreiche Einzelteile aus dem Ausland stammen. So ist es wenig erstaunlich, dass sich die Lebensmittelindustrie gegen die 2017 eingef\u00fchrte Swissness-Regelung bei Lebensmitteln wehrte. Tats\u00e4chlich steckt beispielsweise in einem Biskuit auch sehr viel einheimisches Know-how und Design. Aus diesem Grund k\u00f6nnte man es auf den ersten Blick als gerechtfertigt anschauen, dass dieses das Schweizer Kreuz tragen kann, wenn es nach speziellem Rezept in der Schweiz hergestellt wurde.<\/p>\n<p>Nur gibt es bei Lebensmitteln eine relevante Differenz zur Uhr: Es gibt im Inland Rohstoffe. Aus Sicht des Schweizer Bauernverbandes stellt sich daher eine Grundsatzfrage: Wie kann die Landwirtschaft vom Mehrwert der Herkunft Schweiz profitieren, wenn jedes im Inland hergestellte Lebensmittel das Schweizer Kreuz tragen darf? Wie kann sich ein Verarbeitungsbetrieb, der bewusst Schweizer Rohstoffe verwendet, gegen\u00fcber der Konkurrenz abgrenzen? Die Antwort: Sie k\u00f6nnen sich gegen\u00fcber den Konsumentinnen und Konsumenten nicht profilieren. Das ist umso st\u00f6render, als die einheimische Landwirtschaft in Sachen nachhaltiger und tierfreundlicher Produktion dem Ausland um L\u00e4ngen voraus ist. Damit ist die Verwendung von inl\u00e4ndischen Rohstoffen bei Lebensmitteln ein echter Mehrwert, der sich auch entsprechend vermarkten l\u00e4sst. Verschiedene Umfragen zeigen, dass Konsumenten bei Lebensmitteln erwarten, dass Schweiz drin ist, wenn Schweiz draufsteht.<\/p>\n<h2><strong>Glaubw\u00fcrdigkeit st\u00e4rken<\/strong><\/h2>\n<p>Seit 2017 gilt die bereits erw\u00e4hnte Swissness-Regelung. Seither d\u00fcrfen Lebensmittel nur dann das Schweizer Kreuz tragen, wenn mindestens 80 Prozent der enthaltenen Rohstoffe aus dem Inland stammen. Dies unter der Voraussetzung, dass die ben\u00f6tigten Rohstoffe im Inland \u00fcberhaupt verf\u00fcgbar sind. Kakao f\u00fcr Schokolade darf beispielsweise nach wie vor in beliebiger Menge importiert werden. Aus Sicht des Bauernverbands war diese neue Auflage dringend n\u00f6tig. Denn es kam immer h\u00e4ufiger auch zu missbr\u00e4uchlicher Verwendung, die der Marke Schweiz als Ganzes geschadet und die Glaubw\u00fcrdigkeit untergraben hat. F\u00fcr die Schweizer Landwirtschaft sind die Swissness-Regeln essenziell: Nur so k\u00f6nnen die einheimischen Bauernfamilien auch an der Wertsch\u00f6pfung verarbeiteter Lebensmittel angemessen teilhaben.<\/p>\n<p>Die Schweizer Landwirtschaft arbeitet dar\u00fcber hinaus mit der Herkunftsmarke\u00a0<a href=\"https:\/\/www.suissegarantie.ch\/\">Suisse Garantie<\/a>. Suisse Garantie steht f\u00fcr kontrollierte und zertifizierte Herkunft, bei der in verarbeiteten Produkten mindestens 90 Prozent der Rohstoffe aus der Schweiz stammen m\u00fcssen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wann ist etwas ein Schweizer Produkt? Was nach einer einfachen Frage t\u00f6nt, ist fast philosophisch komplex. Die Schweiz ist ein rohstoffarmes Land. Deshalb sind wir auf Importe angewiesen. Dass eine Markenuhr als Schweizer Produkt vermarktet werden darf, daran zweifelt wahrscheinlich niemand. Schliesslich steckt viel einheimisches Know-how, Technik und Design darin \u2013 auch wenn s\u00e4mtliches Material [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":4413,"featured_media":170256,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[67,69],"post_opinion":[71],"post_serie":[],"post_content_category":[154],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":4413,"seco_co_author":"","author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Pr\u00e4sident Schweizer Bauernverband (SBV), Brugg AG","seco_author_post_occupation_fr":"Pr\u00e9sident de l\u2019Union suisse des paysans (USP), Brugg (AG)","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"Swissness: Lebensmittel sind anders","post_lead":"Lebensmittelhersteller haben dank den Swissness-Regeln einen Anreiz, einheimische Rohstoffe zu verwenden. Das ist f\u00fcr die Bauernfamilien wichtig.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":99584,"main_focus":[155904,156737],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"101507","post_abstract":"","magazine_issue":"20210401","seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4127],"korrektor":"","planned_publication_date":"2021-03-31 12:17:14","original_files":null,"external_release_for_author":"20210321","external_release_for_author_time":"22:30:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/65c0ea32dfdf0"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99581"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4413"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=99581"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99581\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":195259,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/99581\/revisions\/195259"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4413"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156737"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/155904"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/170256"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=99581"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=99581"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=99581"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=99581"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=99581"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=99581"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}