{"id":129894,"date":"2021-06-17T12:00:26","date_gmt":"2021-06-17T10:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/06\/freihandel-ueber-sinn-und-unsinn-von-ursprungsregeln\/"},"modified":"2023-08-23T23:53:05","modified_gmt":"2023-08-23T21:53:05","slug":"freihandel-ueber-sinn-und-unsinn-von-ursprungsregeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/2021\/06\/freihandel-ueber-sinn-und-unsinn-von-ursprungsregeln\/","title":{"rendered":"Freihandel: \u00dcber Sinn und Unsinn von Ursprungsregeln"},"content":{"rendered":"<p>In Handelsvertr\u00e4gen sind sie immer wieder ein wesentlicher Streitpunkt.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Ob beim Brexit oder bei Trumps Handelskrieg mit China: Die Wiedereinf\u00fchrung oder Anhebung von Z\u00f6llen stand in letzter Zeit oft ganz oben auf der politischen Agenda. Das Gegenst\u00fcck dazu sind Freihandelsabkommen. Das sind Vertr\u00e4ge zwischen zwei oder mehreren Staaten, welche es den Unternehmen des exportierenden Landes erm\u00f6glichen, ihre Produkte mit Vorzugszolls\u00e4tzen in das importierende Land einzuf\u00fchren. Ein solches Beispiel ist das sogenannte \u00abUmfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen EU-Kanada\u00bb, kurz Ceta. Mit diesem Freihandelsabkommen fallen 99 Prozent aller Z\u00f6lle zwischen der EU und Kanada weg.<\/p>\n<p>Allerdings gibt es bei solchen Freihandelsabkommen ein Problem. Denn Exporteure aus Drittstaaten, wie etwa den USA, k\u00f6nnten versuchen, die Vorzugszolls\u00e4tze auszunutzen: Anstatt die G\u00fcter direkt an die europ\u00e4ischen K\u00e4ufer zu liefern, k\u00f6nnten sie ihre Produkte zuerst nach Kanada verkaufen, das mit der EU ein Freihandelsabkommen hat. Dann exportieren sie es von dort weiter in die EU und profitieren so von niedrigeren Z\u00f6llen (siehe <em>Abbildung 1<\/em>).<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Die EU erhob infolge des Airbus-Boeing-Handelsstreits einen Aussenzoll von 25 Prozent auf Weizen aus den USA, w\u00e4hrend Weizen aus Kanada im Rahmen von Ceta zollfrei in die EU exportiert werden kann. Weil Exporte von US-Weizen nach Kanada zollfrei sind, ist es f\u00fcr Weizenhersteller aus den USA unter Umst\u00e4nden lohnend, ihre Produkte zuerst nach Kanada und erst danach in die EU zu transportieren. Dadurch k\u00f6nnen sie den Zoll von 25 Prozent umgehen.<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Handelsumlenkungen<\/h3>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-168285 size-full\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2021\/06\/WEB-ONLY_D-AMMANN-JAGGI-Next-Generation-Abb.-1.jpg\" alt=\"\" width=\"493\" height=\"298\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2021\/06\/WEB-ONLY_D-AMMANN-JAGGI-Next-Generation-Abb.-1.jpg 493w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2021\/06\/WEB-ONLY_D-AMMANN-JAGGI-Next-Generation-Abb.-1-300x181.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 493px) 100vw, 493px\" \/><\/p>\n<p>Quelle: Ammann und Jaeggi.<\/p>\n<h2>Ursprungsregeln sollen Trittbrettfahrer verhindern<\/h2>\n<p>Doch um solche Umgehungsgesch\u00e4fte zu verhindern, sehen Freihandelsabkommen sogenannte Ursprungsregeln vor. Sie definieren, welche Bedingungen ein Produkt erf\u00fcllen muss, damit das Mitglied eines Freihandelsabkommens als dessen Ursprungsland gilt. Typischerweise gilt ein Land erst dann als Ursprungsland, wenn mehr als die H\u00e4lfte der gesamten Wertsch\u00f6pfung eines Produkts dort geleistet wird.<\/p>\n<p>Die Einhaltung solcher Ursprungsregeln ist oft sehr kostspielig. Generell betragen die Kosten daf\u00fcr zwischen 3 und 15 Prozent des Endverkaufspreises eines Produkts. Einerseits stellen die detaillierten Kriterien eine hohe administrative H\u00fcrde dar, denn Unternehmen m\u00fcssen anspruchsvolles juristisches Know-how aufbauen, um die Auflagen zu erf\u00fcllen. Andererseits sehen sich Exporteure aufgrund vieler Freihandelsabkommen mit unterschiedlichen Ursprungsregeln konfrontiert. Nicht selten widersprechen sich einzelne Auflagen sogar.<\/p>\n<p>Und schliesslich verzerren die Auflagen auch die Beschaffungsvorg\u00e4nge der Unternehmen: Ein Autohersteller zum Beispiel muss die Herkunft s\u00e4mtlicher Rohstoffe all seiner Zulieferer kennen.<br \/>\nAnstatt dass Produzenten ihre Lieferanten nach Qualit\u00e4ts- und Kostenkriterien ausw\u00e4hlen, werden sie durch die Ursprungsregeln in ihrer Entscheidung eingeschr\u00e4nkt, was die Materialbeschaffung verzerrt. Es ist f\u00fcr manche Unternehmen g\u00fcnstiger, auf die Vorzugsbehandlung zu verzichten und den Standardzollsatz zu zahlen, statt einen aufwendigen Ursprungsnachweis zu erbringen und so von tieferen Vorzugsz\u00f6llen zu profitieren. So werden in gewissen F\u00e4llen nur gerade zwei Drittel jener Produkte, welche im Freihandelsabkommen beg\u00fcnstigt sind, tats\u00e4chlich mit dem bevorzugten Zoll exportiert.<\/p>\n<h2>Sind Ursprungsregeln \u00fcberhaupt sinnvoll?<\/h2>\n<p>Machen solche Auflagen, welche die Nutzung von Freihandelsabkommen durch die Unternehmen erschweren, \u00fcberhaupt Sinn? M\u00f6glicherweise sind Umgehungsgesch\u00e4fte ja ohnehin unrentabel \u2013 allerdings aus anderen Gr\u00fcndenDann braucht es keine aufwendigen und kostspieligen Ursprungsregeln zur Verhinderung von Umgehungsgesch\u00e4ften. Um diese Frage zu beantworten, untersucht das Forscherteam rund um Gabriel Felbermayr, Pr\u00e4sident des Instituts f\u00fcr Weltwirtschaft in Kiel, ob f\u00fcr Unternehmen die Umgehung von h\u00f6heren Z\u00f6llen durch Umlenkungsgesch\u00e4fte tats\u00e4chlich profitabel ist.<\/p>\n<p>Zu diesem Zweck verwenden die Forscher einen Datensatz mit Informationen zu produktspezifischen Z\u00f6llen in den USA aus dem Jahr 2014. Die Forscher beschr\u00e4nken sich in ihren Sch\u00e4tzungen f\u00fcr jedes Land auf die zwanzig wichtigsten Exportl\u00e4nder. F\u00fcr jede Kombination aus L\u00e4nderpaar, Produkt und Umlenkungsstaat berechnen sie, ob ein Umgehungsgesch\u00e4ft profitabel w\u00e4re. Dabei ber\u00fccksichtigen sie auch die Transportkosten, welche sie anhand eines einfachen Modells sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Die empirischen Ergebnisse machen deutlich, dass Umgehungsgesch\u00e4fte meist unprofitabel sind. Selbst unter der sehr konservativen Annahme, dass durch die Umgehung keine zus\u00e4tzlichen Transportkosten entstehen, sind 83 Prozent aller m\u00f6glichen Handelsumlenkungen nicht gewinnbringend (siehe <em>Abbildung 2<\/em>).<\/p>\n<p>Die Ursachen daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig: 18 Prozent aller Transaktionen sind deshalb nicht profitabel, da der Bestimmungsstaat f\u00fcr das Umlenkungsland denselben Zoll erhebt wie f\u00fcr das Exportland. In 63 Prozent sind Z\u00f6lle f\u00fcr das Umlenkungsland sogar h\u00f6her. Im einleitenden Beispiel zum Weizenhandel w\u00fcrde dies hypothetisch bedeuten, dass der Zoll der EU f\u00fcr kanadischen Weizen gleich hoch oder h\u00f6her ist, als der auf US-Weizen (25 Prozent). Bei zwei Prozent der m\u00f6glichen Transaktionen sind die Z\u00f6lle zwischen Export- und Umlenkungsland zwar tiefer. Dieser Unterschied reicht aber nicht aus, um die zus\u00e4tzlich anfallenden Z\u00f6lle zwischen Umlenkungsland und Bestimmungsland zu kompensieren. Dies w\u00e4re im Weizen-Beispiel der Fall, wenn Kanada 15 Prozent Z\u00f6lle auf US-Weizen verh\u00e4ngte und die EU einen \u00e4hnlich hohen Tarif auf Weizen aus Kanada erheben w\u00fcrde. Der resultierende Gesamtzoll bei Umlenkung (ca. 30 Prozent) w\u00e4re also h\u00f6her als der Zoll eines direkten Exports von den USA in die EU (25 Prozent). Folglich w\u00e4re der direkte Transportweg lukrativer.<\/p>\n<p>Ber\u00fccksichtigt man die zus\u00e4tzlichen Transportkosten, ist ein noch gr\u00f6sserer Anteil der Umlenkungsgesch\u00e4fte unprofitabel, n\u00e4mlich 93 Prozent. Das bedeutet, dass in 10 Prozent (93-83 Prozent) der F\u00e4lle zwar Zolleinsparungen m\u00f6glich w\u00e4ren, diese aber durch h\u00f6here Transportkosten mehr als aufgehoben werden.<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Potenzial f\u00fcr Handelsumlenkungen<\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-168287\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2021\/06\/WEB-ONLY_D-AMMANN-JAGGI-Next-Generation-Abb.-2.jpg\" alt=\"\" width=\"736\" height=\"315\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2021\/06\/WEB-ONLY_D-AMMANN-JAGGI-Next-Generation-Abb.-2.jpg 736w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2021\/06\/WEB-ONLY_D-AMMANN-JAGGI-Next-Generation-Abb.-2-300x128.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 736px) 100vw, 736px\" \/><\/p>\n<p>Quelle: Felbermayr et al. (2019), S. 8<\/p>\n<h2>Spezialfall Landwirtschaft<\/h2>\n<p>Insgesamt zeigen die Forschungsergebnisse von Felbermayer, Teti und Yalcin, dass Handelsumlenkungen selten profitabel sind. Ein wichtiger Grund daf\u00fcr ist, dass Staaten, die nahe beieinanderliegen, sehr h\u00e4ufig \u00e4hnliche Z\u00f6lle f\u00fcr dasselbe exportierende Drittland erheben. Deshalb sind gewinnbringende Umlenkungsgesch\u00e4fte meist nur zwischen weit auseinanderliegenden L\u00e4ndern m\u00f6glich. Allerdings gehen mit grossen Umwegen h\u00f6here Transportkosten einher, weshalb sich eine Umlenkung wiederum kaum lohnt.<\/p>\n<p>In welchen Branchen ist das Potenzial f\u00fcr Handelsumlenkung am gr\u00f6ssten? Die Ergebnisse zeigen, dass Umlenkungsgesch\u00e4fte am ehesten in der Landwirtschaft sowie im Handel mit Papier und Kunst attraktiv sind. Dagegen bietet der Handel mit Maschinen sowie mit mineralischen, h\u00f6lzernen und elektronischen Produkten kaum Gelegenheiten, Z\u00f6lle einzusparen.<\/p>\n<p>Um zu vermeiden, dass der Fokus auf die 20 wichtigsten Exportl\u00e4nder pro Land die Ergebnisse verzerrt, f\u00fchren die Forscher alternative Berechnungen durch, indem sie sich f\u00fcr jedes Land auf diejenigen Exportl\u00e4nder fokussieren, die das h\u00f6chste Umlenkungspotenzial aufweisen. Doch selbst dann sind noch zwischen einem Drittel und 55 Prozent der betrachteten Umlenkungsgesch\u00e4fte unprofitabel. Werden die Transportkosten ber\u00fccksichtigt, steigen diese Werte allerdings deutlich auf 49 bis 75 Prozent. Ein hoher Wert \u2013 und dennoch k\u00f6nnen die Ergebnisse der Studie als konservative Sch\u00e4tzungen betrachtet werden. Denn sie ber\u00fccksichtigen lediglich Transportkosten, vernachl\u00e4ssigen aber beispielsweise Wechselkursrisiken oder zus\u00e4tzliche Verwaltungs- und Vertragskosten.<\/p>\n<p>Unter Ber\u00fccksichtigung der 20 wichtigsten Exportl\u00e4nder, lohnen sich Umgehungsgesch\u00e4fte f\u00fcr die Unternehmen in nur etwa sieben Prozent der m\u00f6glichen F\u00e4lle. Die Wissenschaftler ziehen daraus den Schluss, dass umfassende und kostspielige Ursprungsregeln kaum zu rechtfertigen sind. Wenn Umgehungsgesch\u00e4fte schon aus anderen Gr\u00fcnden unrentabel sind, braucht man sie nicht mit Ursprungsregeln zu verhindern. Dennoch werden selbst in modernen Handelsabkommen wie dem Ceta-Abkommen zwischen der EU und Kanada auf Hunderten von Seiten Ursprungsregeln definiert. Die Autoren schlagen vor, die Ursprungsregeln weitgehend zu lockern oder nur diejenigen F\u00e4lle einzubeziehen, die tats\u00e4chlich ein bedeutsames Umlenkungspotenzial aufweisen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Dieser Artikel basiert auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen von Felbermayr, Teti und Yalcin (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Handelsvertr\u00e4gen sind sie immer wieder ein wesentlicher Streitpunkt. Ob beim Brexit oder bei Trumps Handelskrieg mit China: Die Wiedereinf\u00fchrung oder Anhebung von Z\u00f6llen stand in letzter Zeit oft ganz oben auf der politischen Agenda. Das Gegenst\u00fcck dazu sind Freihandelsabkommen. Das sind Vertr\u00e4ge zwischen zwei oder mehreren Staaten, welche es den Unternehmen des exportierenden Landes [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":5272,"featured_media":129895,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[82],"post_opinion":[],"post_serie":[87],"post_content_category":[90],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":5272,"seco_co_author":[5271],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Masterstudent in Volkswirtschaftslehre, Universit\u00e4t St. Gallen","seco_author_post_occupation_fr":"","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":5271,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Masterstudent in Volkswirtschaftslehre, Universit\u00e4t St. Gallen","seco_co_author_post_occupation_fr":""}],"short_title":"Sinn und Unsinn von Ursprungsregeln","post_lead":"Ursprungsregeln in Freihandelsabkommen sollen verhindern, dass auch Nichtmitglieder vom Freihandel profitieren. Doch meist ist eine solche Handelsumlenkung ohnehin nicht profitabel. Braucht es also Ursprungsregeln?","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"Fotolia","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Felbermayr, Gabriel; Teti, Feodora und Yalcin, Erdal (2019). Rules of Origin and the Profitability of Trade Deflection, Journal of International Economics 121, 103248.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;","post_kasten":[{"kasten_title":"Serie: Next Generation","kasten_box":"Dieser Artikel ist Teil der Reihe \u00abNext Generation\u00bb. Darin fassen herausragende Studierende der Universit\u00e4t St. Gallen aktuelle und bedeutende Forschungsresultate von international renommierten Wirtschaftswissenschaftlern kompakt zusammen. Betreut und herausgegeben wird die Reihe von Christian Keuschnigg, Professor f\u00fcr National\u00f6konomie und \u00f6ffentliche Finanzen. Weitere Artikel der Reihe finden Sie <a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.chthema\/serien\/next-generation\/\">hier<\/a> und auf der <a href=\"https:\/\/www.unisg.ch\/de\/studium\/master\/volkswirtschaftslehre\/curriculum\/ehsgnextgeneration\">Website<\/a> der Universit\u00e4t St. Gallen."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":"","serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"104920","post_abstract":"Der multilaterale Freihandel hat zurzeit einen schweren Stand. So wollen etwa Kanada und die EU mit dem Ceta-Freihandelsabkommen den bilateralen Handel mit reduzierten Z\u00f6llen beg\u00fcnstigen und ihre Wirtschaft beleben. Andere Handelspartner bleiben aussen vor. Ein Ursprungsnachweis im Abkommen soll zudem verhindern, dass Unternehmen aus Drittstaaten mit Umgehungsgesch\u00e4ften die Vorzugsz\u00f6lle ausnutzen. In den meisten F\u00e4llen w\u00e4ren solche Umgehungsgesch\u00e4fte ohnehin nicht profitabel, wie eine Studie der \u00d6konomen Gabriel Felbermayr, Feodora Teti und Erdal Yalcin zeigt. Der Grund ist, dass die zus\u00e4tzlichen Transport- und Rechtskosten wesentlich gr\u00f6sser sind als die Zollvorteile.","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[3988],"korrektor":"","planned_publication_date":"","original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/60cb073c8198f"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/129894"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5272"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=129894"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/129894\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":171133,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/129894\/revisions\/171133"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5271"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5272"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media\/129895"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=129894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=129894"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=129894"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=129894"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=129894"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=129894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}