{"id":147508,"date":"2015-01-22T14:23:59","date_gmt":"2015-01-22T14:23:59","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2015\/01\/erfahrungen-mit-der-strommarktoeffnung-in-der-eu\/"},"modified":"2023-08-24T00:32:05","modified_gmt":"2023-08-23T22:32:05","slug":"erfahrungen-mit-der-strommarktoeffnung-in-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/2015\/01\/erfahrungen-mit-der-strommarktoeffnung-in-der-eu\/","title":{"rendered":"Erfahrungen mit der Strommarkt\u00f6ffnung in der EU"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-title\">Der Bundesrat hat am 8. Oktober 2014 die Vernehmlassung dar\u00fcber er\u00f6ffnet, ob k\u00fcnftig auch Kleinkunden, d. h. kleinere und mittlere Betriebe sowie Haushalte mit einem Jahresverbrauch von unter 100 Megawattstunden (MWh), ihren Stromlieferanten frei w\u00e4hlen d\u00fcrfen. Der Schweizer Strommarkt w\u00e4re damit \u2013 analog zur EU \u2013 auf den Stufen der Produktion, des Vertriebs und des Handels vollst\u00e4ndig ge\u00f6ffnet. Die \u00dcbertragungs- und Verteilungsnetz- monopole w\u00fcrden zwar erhalten bleiben; anderen Stromlieferanten m\u00fcsste jedoch ein diskriminierungsfreier Netzzugang gew\u00e4hrt werden (siehe Tabelle 1). Auf diese Weise w\u00e4re der Marktzutritt in denjenigen Wertsch\u00f6pfungsstufen grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich, in welchen aus \u00f6konomischer Sicht die Grundvoraussetzungen f\u00fcr Wettbewerb gegeben sind. <a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\"><a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/05\/tabelle11.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-22205\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/05\/tabelle11-600x179.jpg\" alt=\"tabelle1\" width=\"825\" height=\"246\" \/><\/a><\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\"><\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Spezifische Herausforderungen aus \u00f6konomischer Sicht<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit der vollst\u00e4ndigen Markt\u00f6ffnung k\u00f6nnen die angestammten Stromlieferanten die von ihnen selbst hergestellte Energie ihren Endkunden nicht mehr automatisch zu Gestehungskosten (d. h. den Durchschnittskosten ihrer Produktion) verkaufen. Das Preisrisiko eines Produzenten bestimmt sich im freien Markt durch die geltende Angebotskurve: Der Marktpreis wird von den Grenzkosten desjenigen Kraftwerks bestimmt, welches gerade noch den Zuschlag erh\u00e4lt. Erneuerbare Energien wie Fotovoltaik und Windkraft weisen im Betrieb sehr geringe Grenzkosten auf. Deshalb reihen sich diese, sobald sie Energie erzeugen, in der Angebotskurve vorne ein und verdr\u00e4ngen tendenziell konventionelle Kraftwerke aus dem Markt. Dies tr\u00e4gt dazu bei, dass gegenw\u00e4rtig Gas-und-Dampf-Kombikraftwerke (GuD) sowie andere flexibel einsetzbare Technologien wenig rentabel sind. Diese k\u00f6nnen aber die Erzeugung von Energie im Zeitverlauf gezielt steuern und w\u00fcrden sich daher \u2013 zumindest solange nicht ausreichend Speicherm\u00f6glichkeiten vorhanden sind \u2013 besonders gut als Komplement zu den unregelm\u00e4ssig erzeugenden erneuerbaren Energien eignen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nIn liberalisierten M\u00e4rkten, in denen die Gestehungskosten nicht automatisch an die Kunden weitergegeben werden k\u00f6nnen, kann daher ein Unterinvestitionsproblem entstehen. M\u00f6gliche L\u00f6sungen sind unter anderem Preisregulierungen oder die Einf\u00fchrung von Marktmechanismen, welche die Kapazit\u00e4tsbereitstellung belohnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDa es sich beim Netzbereich im Strommarkt um einen monopolistischen Engpass handelt, kann hier kein direkter Wettbewerb geschaffen werden. Dies bedeutet erstens, dass die Entgelte der Netzbetreiber weiterhin reguliert werden m\u00fcssen. Dabei besteht die Herausforderung, die Anreize so zu setzen, dass die Netzbetreiber effizient investieren. Zweitens muss sichergestellt werden, dass die Netzbetreiber die anderen Marktakteure nicht diskriminieren. Dies f\u00fchrt zur Frage, wie stark bei den heutigen Energieversorgern der Netzteil vom \u00fcbrigen Unternehmen entflechtet werden soll, ohne dass zu viele Synergien zerst\u00f6rt oder neue Kosten geschaffen werden. Drittens m\u00fcssen f\u00fcr den k\u00fcnftig immer wichtigeren Fall, dass im Netz Engp\u00e4sse entstehen, die Schnittstellen zwischen Netz und Markt geregelt werden. <a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Strommarkt\u00f6ffnung in Europa<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGrossbritannien initiierte 1990 als erster europ\u00e4ischer Staat die \u00d6ffnung seines Stromsektors. Mit der Absicht, die Effizienz zu steigern, wurde der staatliche, vertikal integrierte Energieversorger entflochten und der Markt f\u00fcr neue Produzenten, H\u00e4ndler und Lieferanten ge\u00f6ffnet. Die EU folgte dem Beispiel und verabschiedete in den Jahren 1996, 2003 und 2009 drei Reformpakete, um einen europ\u00e4ischen Binnenmarkt im Gas- und Stromsektor zu schaffen. Dabei stand \u2013 neben der Einf\u00fchrung eines diskriminierungsfreien Zugangs zu den Stromnetzen \u2013 zun\u00e4chst die schrittweise \u00d6ffnung des Strommarktes f\u00fcr Grossverbraucher im Zentrum. Seit 2007 haben auch Kleinkunden das Recht, ihre Lieferanten frei zu w\u00e4hlen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie europ\u00e4ischen Haushalte reagieren bislang unterschiedlich auf die neuen Marktbedingungen. Mit j\u00e4hrlichen Wechselraten von \u00fcber 10% haben die britischen, irischen, norwegischen und niederl\u00e4ndischen Haushalte ihre Lieferanten zwischen 2008 und 2012 vergleichsweise h\u00e4ufig gewechselt. Ausser in Grossbritannien ist mehr als die H\u00e4lfte aller Haushalte ihrem angestammten Lieferanten treu geblieben. <a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>\u00a0Dabei ist zu beachten, dass tiefe Wechselraten nicht per se auf eine tiefe Wettbewerbsintensit\u00e4t hinweisen. Sie k\u00f6nnen auch durch eine kompetitive Preissetzung der bestehenden Lieferanten oder eine hohe Kundenzufriedenheit begr\u00fcndet sein. Das Gleiche gilt f\u00fcr die Zahl der Markteintritte und die Anzahl der im Markt aktiven Lieferanten, welche sich in den einzelnen Mitgliedstaaten ebenfalls unterschiedlich entwickeln (siehe Grafik 1). Gleichzeitig scheinen jedoch die Haushalte das Sparpotenzial durch einen Anbieterwechsel zu untersch\u00e4tzen (siehe Kasten 1), was in der kurzen Frist zu tiefen Wechselraten f\u00fchren kann. Auf Ebene der Anbieter hat die Markt\u00f6ffnung zu einer Konsolidierung gef\u00fchrt. Die vier grossen Player auf dem Strommarkt (EDF, Enel\/Endesa, E.ON und RWE) waren im Jahr 2013 f\u00fcr mehr als einen Drittel der europaweit get\u00e4tigten Stromverk\u00e4ufe verantwortlich. <a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\"><a href=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/01\/Grafik1Trinkner.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-22705\" src=\"http:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2015\/01\/Grafik1Trinkner-600x570.jpg\" alt=\"Grafik1Trinkner\" width=\"788\" height=\"749\" \/><\/a><\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Auswirkungen auf Preise, Qualit\u00e4t und Versorgungssicherheit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei der Analyse der Auswirkungen der Strommarkt\u00f6ffnung auf Preise, Qualit\u00e4t und Versorgungssicherheit ist zu beachten, dass verl\u00e4ssliche l\u00e4nder\u00fcbergreifende Aussagen hierzu grunds\u00e4tzlich schwierig anzustellen sind. Denn der Effekt der Markt\u00f6ffnung wird von anderen Effekten \u2013 wie zum Beispiel der Energiewende oder der Finanzkrise \u2013 \u00fcberlagert.&#13;<\/p>\n<ul>&#13;<\/p>\n<li>Energiepreise (ohne Netzentgelt): Trotz moderater Steigerungen der Produktivit\u00e4t kann f\u00fcr die europ\u00e4ischen Staaten kein eindeutiger kausaler Zusammenhang zwischen Strommarkt\u00f6ffnung und Energiepreisen festgestellt werden. <a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>\u00a0Ver\u00e4nderungen der Grosshandelspreise werden nur bedingt an die Endkunden weitergegeben. So sind beispielsweise die Endkundenpreise in Deutschland seit 2011 trotz fallender Grosshandelspreise gestiegen. <a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a>\u00a0Daf\u00fcr k\u00f6nnen unterschiedliche Preiselastizit\u00e4ten zwischen Kundensegmenten bei gleichzeitig geringer Wettbewerbsintensit\u00e4t f\u00fcr Kleinkunden, aber auch asymmetrische Information (siehe Kasten 1) oder regulierte Endkundenpreise verantwortlich sein.<\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Qualit\u00e4t: In zahlreichen europ\u00e4ischen M\u00e4rkten ist zu beobachten, dass neue Marktakteure mit innovativen Angeboten (z. B. breiter Palette an \u00f6kologischen Produkten, B\u00fcndelung von Strom- und Gaslieferungen) und verbessertem Kundenservice den Markt beleben. <a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a><\/li>\n<p>&#13;<\/p>\n<li>Versorgungssicherheit: Gemessen an der kumulierten j\u00e4hrlichen Dauer von Stromausf\u00e4llen ist die Qualit\u00e4t der Versorgungssicherheit seit 2008 mit Ausnahme Maltas in den meisten EU-Mitgliedstaaten konstant geblieben oder hat sich leicht verbessert. <a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a>.<\/li>\n<p>&#13;\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\nPotenziell lehrreich f\u00fcr die Schweiz ist die Art und Weise, wie die verschiedenen EU-Mitgliedstaaten mit den eingangs erw\u00e4hnten Herausforderungen umgehen. Nachfolgend wird ein \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Entwicklungen zu ausgew\u00e4hlten Themen gegeben.&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Umstrittene Regulierung der Endkundenpreise f\u00fcr Kleinkunden<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUnter Geltendmachung gesamtwirtschaftlicher Interessen haben die EU-Mitgliedstaaten weiterhin die M\u00f6glichkeit, die Endkundenpreise f\u00fcr Kleinkunden zu regulieren. W\u00e4hrend etwa Deutschland oder Grossbritannien von einer Regulierung der Kleinkundenpreise absehen, sind diese in 15 Mitgliedstaaten reguliert, darunter Frankreich, Italien und Spanien (siehe Kasten 2). In diesen L\u00e4ndern orientieren sich die Marktpreise stark an den regulierten Preisen. <a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a>\u00a0Die Europ\u00e4ische Kommission wie auch die Agentur f\u00fcr die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbeh\u00f6rden (Acer) erachten die Regulierung von Kleinkundenpreisen als wettbewerbs- und investitionshemmend und \u00fcben Druck auf die EU-Mitgliedstaaten aus, ihre Endkundenpreise vollst\u00e4ndig zu deregulieren. W\u00e4hrend einige EU-Staaten \u2013 wie Frankreich und Polen \u2013 diesen Bestrebungen folgen, <a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a>\u00a0fordern verschiedene politische Kr\u00e4fte in Grossbritannien die Wiedereinf\u00fchrung von Preisregulierungen, um die als zu hoch wahrgenommenen Kleinkundenpreise in den Griff zu bekommen. <a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Einf\u00fchrung regionaler Marktgebiete<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEine weitere grundlegende Frage des Marktdesigns stellt sich in Bezug auf die geografische Abgrenzung des Strommarktes: Auf der einen Seite kann der Wettbewerb zwischen Produzenten maximiert und die Schaffung liquider M\u00e4rkte beg\u00fcnstigt werden, wenn ein Markt geografisch m\u00f6glichst weitl\u00e4ufig abgesteckt wird. Auf der anderen Seite ber\u00fccksichtigen die Marktakteure die von ihnen verursachten Belastungen der Netze nur dann bei ihren Investitions-, Produktions- und Konsumentscheiden, wenn sie daf\u00fcr auch explizit bezahlen m\u00fcssen. G-Komponenten, bei denen neben den Bez\u00fcgern auch den Erzeugern (G) ein Teil der Netzkosten in Rechnung gestellt wird, k\u00f6nnen als eine m\u00f6gliche L\u00f6sung betrachtet werden, um die Belastung des Netzes verursachergerechter zu verrechnen. Eine weitere M\u00f6glichkeit, diesbez\u00fcglich Anreize zu setzen, besteht darin, Stromm\u00e4rkte regional abzugrenzen und so regionale Preissignale zuzulassen. Die nordischen Stromm\u00e4rkte von Norwegen, Schweden, D\u00e4nemark und Finnland haben sich f\u00fcr ein solch fragmentiertes Marktdesign entschieden: Sie sind in insgesamt zw\u00f6lf regionale Bidding-Zonen unterteilt, in welchen unterschiedliche Preise resultieren, sobald die \u00dcbertragungskapazit\u00e4ten zwischen den Zonen voll ausgelastet sind. Gleichzeitig wird mit dem Nordic System Price ein hypothetischer Preis f\u00fcr den gesamten nordischen Markt berechnet, welcher als Grundlage f\u00fcr die Begleichung von Forwardkontrakten verwendet wird. <a href=\"#footnote_12\" id=\"footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor\">[12]<\/a>\u00a0F\u00fcr Schweden scheint sich dabei zu zeigen, dass der Wettbewerb \u2013 gemessen an der Anzahl aktiver Lieferanten und ihren Margen \u2013 entgegen urspr\u00fcnglichen Bef\u00fcrchtungen nicht gelitten hat, seitdem der schwedische Markt 2011 von urspr\u00fcnglich einer in vier Bidding-Zonen unterteilt worden ist. <a href=\"#footnote_13\" id=\"footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor\">[13]<\/a>&#13;<br \/>\nDie Einf\u00fchrung von geografisch differenzierten Preiszonen wird unter anderem auch f\u00fcr Deutschland vorgeschlagen. <a href=\"#footnote_14\" id=\"footnote-anchor_14\" class=\"inline-footnote__anchor\">[14]<\/a>\u00a0Werden zwischen Preiszonen die \u00dcbertragungskapazit\u00e4ten knapp gehalten, entstehen in den betreffenden Regionen h\u00f6here Anreize, vor Ort zu investieren. Unbesehen davon geht der Trend auf europ\u00e4ischer Ebene in Richtung Market-Coupling, bei dem im Day-Ahead-Markt die grenz\u00fcberschreitenden Kapazit\u00e4ten des \u00dcbertragungsnetzes gemeinsam mit der eigentlichen Energie gehandelt werden.&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Zunehmende Subventionierung von Produktionskapazit\u00e4t<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Zuge stark gesunkener Grosshandelspreise sind die Gewinne der grossen europ\u00e4ischen Stromproduzenten zwischen 2009 und 2012 fast um 50% gefallen. <a href=\"#footnote_15\" id=\"footnote-anchor_15\" class=\"inline-footnote__anchor\">[15]<\/a>\u00a0Entsprechend halten sich die Akteure bei Investitionen in nicht subventionierte Stromerzeugung zurzeit zur\u00fcck. Beispielsweise scheint der liberalisierte britische Markt nicht gen\u00fcgend Anreize f\u00fcr neue Investitionen in konventionelle Stromerzeugung generieren zu k\u00f6nnen, die ben\u00f6tigt w\u00fcrden, um die volatile Einspeisung erneuerbarer Energien zu erg\u00e4nzen. <a href=\"#footnote_16\" id=\"footnote-anchor_16\" class=\"inline-footnote__anchor\">[16]<\/a>\u00a0Mit der Begr\u00fcndung, sich gegen die sich mittelfristig abzeichnenden Kapazit\u00e4tsengp\u00e4sse wappnen und neue Investitionen anregen zu wollen, greift die britische Regierung nun vermehrt auf Einspeiseverg\u00fctungen f\u00fcr klimafreundliche Technologien zur\u00fcck, die auch f\u00fcr ein neues Kernkraftwerk ausgesprochen worden sind. Parallel dazu f\u00fchrt Grossbritannien zurzeit die 2001 abgeschafften Kapazit\u00e4tszahlungen wieder ein, welche bereits die Vorhaltung von Stromerzeugungskapazit\u00e4ten und nicht nur die tats\u00e4chliche Stromproduktion verg\u00fcten.<a href=\"#footnote_17\" id=\"footnote-anchor_17\" class=\"inline-footnote__anchor\">[17]<\/a>\u00a0Italien und Frankreich planen ebenfalls eigene Kapazit\u00e4tsmechanismen, derweil Deutschland die Einf\u00fchrung einer strategischen Reserve ins Auge fasst. Die Europ\u00e4ische Kommission bef\u00fcrchtet indes, dass neue nationale Kapazit\u00e4tsm\u00e4rkte die Integration des europ\u00e4ischen Strommarktes untergraben k\u00f6nnten. <a href=\"#footnote_18\" id=\"footnote-anchor_18\" class=\"inline-footnote__anchor\">[18]<\/a>&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Ampelmodell f\u00fcr das Zusammenspiel von Netz und Markt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nMit dem Zubau von erneuerbaren Energien \u00e4ndert sich der bisherige lineare Stromfluss von Grosskraftwerken, die in die h\u00f6chste Spannungsebene einspeisen, hin zu Endkunden, die in der Regel an der tiefsten Spannungsebene angeschlossen sind. Je mehr dezentrale Energiequellen in den unteren Netzebenen einspeisen, desto eher entstehen lokale Netzengp\u00e4sse. Dies ist beispielsweise in Deutschland im Zuge des massiven Zubaus von erneuerbaren Energien vermehrt der Fall. Netzengp\u00e4sse bedeuten, dass Angebot und Nachfrage unter Beachtung der erwarteten Netzrestriktionen ausgeglichen werden m\u00fcssen. Mit dem Ziel, dass der Markt auch bei Netzrestriktionen so weit wie m\u00f6glich funktioniert, wird gegenw\u00e4rtig in Deutschland die Einf\u00fchrung eines Ampelmodells auf der Verteilnetzebene diskutiert. Neu w\u00fcrde bei prognostizierten lokalen Netzengp\u00e4ssen die gelbe Phase ausgerufen, in der sich die betroffenen Netzbetreiber die ben\u00f6tigten Flexibilit\u00e4ten zur Behebung des Engpasses wettbewerblich beschaffen w\u00fcrden. Die diesbez\u00fcglichen Regelungen auf der \u00dcbertragungsnetzebene werden gegenw\u00e4rtig innerhalb der EU diskutiert. Sie d\u00fcrften in Form erneuerter Network-Codes, welche aus rechtlicher Sicht EU- Verordnungen entsprechen und damit f\u00fcr die Mitgliedstaaten direkt verbindlich sind, demn\u00e4chst vorliegen.&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\">Ein K\u00f6nigsweg hat sich noch nicht herauskristallisiert<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie EU-Mitgliedstaaten haben ihre Stromm\u00e4rkte vollst\u00e4ndig ge\u00f6ffnet. Aus \u00f6konomischer Sicht stellen sich dabei spezifische Herausforderungen im Bereich der Preisbildung und des Zusammenspiels mit dem regulierten, monopolistischen Netzbereich. Die Mitgliedstaaten haben auf diese Herausforderungen unterschiedlich reagiert und entwickeln ihre Regulierungen laufend weiter. Insgesamt scheint sich noch kein eigentlicher K\u00f6nigsweg herauskristallisiert zu haben. Aus Schweizer Sicht bietet es sich an, von den gesammelten Erfahrungen zu profitieren und diese bei der vollst\u00e4ndigen Strommarkt\u00f6ffnung angemessen zu ber\u00fccksichtigen.&#13;<\/p>\n<h2 class=\"article-subtitle\"><\/h2>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Keine monopolistischen Engp\u00e4sse, vgl. auch Finger et al. (2009).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Nabe et. al. (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">ACER (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">ACER (2014)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Pollit (2012)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">ACER (2014)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">ACER (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">CEER (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">ACER (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">ACER (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">Helm (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_12\" class=\"footnote--item\">Thema (2013). Forwards sind ausserb\u00f6rsliche, unbedingte Termingesch\u00e4fte, bei denen vereinbart wird, einen Verm\u00f6genswert zu einem bestimmten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen bzw. zu verkaufen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_13\" class=\"footnote--item\">ACER (2014).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_14\" class=\"footnote--item\">Meister (2013)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_14\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_15\" class=\"footnote--item\">Europ\u00e4ische Kommission (2014)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_15\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_16\" class=\"footnote--item\">Helm (2014)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_16\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_17\" class=\"footnote--item\">DEEC (2014)&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_17\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_18\" class=\"footnote--item\">Europ\u00e4ische Kommission (2013). Kapazit\u00e4tsm\u00e4rkte k\u00f6nnen Subventionen gleichkommen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_18\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesrat hat am 8. Oktober 2014 die Vernehmlassung dar\u00fcber er\u00f6ffnet, ob k\u00fcnftig auch Kleinkunden, d. h. kleinere und mittlere Betriebe sowie Haushalte mit einem Jahresverbrauch von unter 100 Megawattstunden (MWh), ihren Stromlieferanten frei w\u00e4hlen d\u00fcrfen. Der Schweizer Strommarkt w\u00e4re damit \u2013 analog zur EU \u2013 auf den Stufen der Produktion, des Vertriebs und des [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3360,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[83],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[105],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":3360,"seco_co_author":[3762,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Dr. oec. publ., Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Swiss Economics, Z\u00fcrich","seco_author_post_occupation_fr":"Directeur, Swiss Economics, Zurich","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":3762,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Berater, Swiss Economics","seco_co_author_post_occupation_fr":"Conseiller, Swiss Economics"}],"short_title":"","post_lead":"Der Schweizer Strommarkt soll ab 2018 auch f\u00fcr Kleinkunden vollst\u00e4ndig ge\u00f6ffnet werden. Die Mitgliedstaaten der EU haben diesen Schritt bereits im Jahr 2007 vollzogen. Ein Vergleich der Umsetzung in den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zeigt, dass diese sehr unterschiedlich auf die \u00f6konomischen Herausforderungen einer Markt\u00f6ffnung reagieren und dass der Anpassungsprozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Die Schweiz kann f\u00fcr ihre Strommarkt\u00f6ffnung von den Erfahrungen in der EU profitieren.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":[{"kasten_title":"Kasten 1","kasten_box":"<h6>Untersch\u00e4tzen Haushalte ihr Sparpotenzial?<\/h6>&#13;\nBemerkenswerterweise besteht in einigen europ\u00e4ischen Staaten eine geringe Korrelation zwischen dem Wechselverhalten der Haushalte und den Einsparungen, die sie bei einem Lieferantenwechsel potenziell erzielen k\u00f6nnten. Insbesondere Deutschland, \u00d6sterreich und Frankreich haben im Vergleich zu den erzielbaren Einsparungen geringe Wechselraten (ACER 2014). Eine Erhebung aus den Niederlanden deutet darauf hin, dass die tiefen Wechselraten auch auf unvollst\u00e4ndige Informationen zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen: So sch\u00e4tzen die niederl\u00e4ndischen Endkunden das j\u00e4hrliche Sparpotenzial eines Lieferantenwechsels auf 80 Euro ein; effektiv d\u00fcrfte es bis zu 300 Euro betragen (ACM 2014)."},{"kasten_title":"Kasten 2","kasten_box":"<h6>Kostenunterdeckung von 30 Mrd. Euro in Spanien<\/h6>&#13;\nBesondere Schwierigkeiten bei der Festlegung der Endkundenpreise kennt Spanien. \u00dcber Jahre hinweg wurden Netzkosten sowie Subventionen f\u00fcr erneuerbare Energien nicht vollst\u00e4ndig an die Endkunden weitergegeben, sondern in einen separaten Fonds verbucht, der durch den spanischen Staat gesichert wird. Bis Ende 2013 akkumulierte Spanien auf diesem Weg eine Unterdeckung von \u00fcber 30 Mrd. Euro. Mittels der Erh\u00f6hung der Endkundenpreise und der Reduktion von Subventionen f\u00fcr Erneuerbare soll dieses Defizit nun wieder abgebaut werden (Robinson 2013, Johannesson Lind\u00e9n et al. 2014)."},{"kasten_title":"Kasten 3","kasten_box":"<h6>Literatur<\/h6>&#13;\n<ul>&#13;\n\t<li>Agency for the Cooperation of Energy Regulators ACER (2014): Annual Report on the Results of Monitoring the Internal Electricity and Natural Gas Markets in 2013. ACER: Ljubliana.<\/li>&#13;\n\t<li>Authority for Consumers and Markets ACM (2014): Trendrapportage Marktwerking en Consumentenvertrouwen in de energiemarkt. Tweede halfjaar 2013. ACM: Den Haag.<\/li>&#13;\n\t<li>Council of European Energy Regulators CEER (2014): CEER Benchmarking Report 5.1 on the Continuity of Electricity Supply. Data Update. CEER: Br\u00fcssel.<\/li>&#13;\n\t<li>Department of Energy and Climate Change DEEC (2014): Implementing Electricity Market Reform (EMRI). Finalised Policy Positions for Implementation of EMR: DEEC: London.<\/li>&#13;\n\t<li>Europ\u00e4ische Kommission (2014): Energy Prices and Costs Report. Europ\u00e4ische Kommission: Br\u00fcssel.<\/li>&#13;\n\t<li>Europ\u00e4ische Kommission (2013): Delivering the Internal Electricity Market and Making the Most of Public Intervention. Communication from the Commission. Europ\u00e4ische Kommission: Br\u00fcssel.<\/li>&#13;\n\t<li>Finger, Matthias, Jaag, Christian, Lang, Markus, Lutzenberger, Martin, Trinkner, Urs (2009): Bestimmung des Regulierungsbedarfs aus \u00f6konomischer Sicht: Angemessenheit und Folgen einer funktionalen oder strukturellen Trennung von Swisscom. Studie im Auftrag von Swisscom.<\/li>&#13;\n\t<li>Nabe, Christian, Trinkner, Urs, Brons, Marian (2015): Zuk\u00fcnftige Energiem\u00e4rkte und die Rolle der Netzbetreiber. Studie im Auftrag des BFE.<\/li>&#13;\n\t<li>Helm, Dieter (2014): Electricity and Energy Prices. Energy Futures Network Paper Nr. 1\/2014.<\/li>&#13;\n\t<li>Johannesson Lind\u00e9n, Asa, Kalantzis, Fotios, Maincent, Emmanuelle, Pienkowski, Jerzy (2014): Electricity Tariff Deficit: Temporary or Permanent Problem in the EU? European Economy Economic Papers 534. Europ\u00e4ische Kommission: Br\u00fcssel.<\/li>&#13;\n\t<li>Nabe, Christian, Trinkner, Urs, Brons, Marian (2015): Zuk\u00fcnftige Energiem\u00e4rkte und die Rolle der Netzbetreiber. Studie im Auftrag des BFE.<\/li>&#13;\n\t<li>Meister, Urs (2013). Knoten im deutschen Stromnetz. Avenir Suisse.<\/li>&#13;\n\t<li>Pollit, Michael G. (2012): The Role of Policy in Energy Transitions: Lessons From the Energy Liberalisation Era. Electricity Policy Research Group. Working Paper 1208. University of Cambridge.<\/li>&#13;\n\t<li>Robinson, David (2013): Pulling the Plug on Renewable Power in Spain. Oxford Energy Comment. The Oxford Institute for Energy Studies: Oxford.<\/li>&#13;\n\t<li>Thema (2013): Nordic Bidding Zones. Commissioned by the Swedish Ministry of Enterprise, Energy and Communications\/The Nordic Council of Ministers. Thema: Oslo.<\/li>&#13;\n<\/ul>"}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":147511,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"22194","post_abstract":"","magazine_issue":"2015\/01","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/555f1e7798408"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/147508"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3360"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=147508"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/147508\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":188706,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/147508\/revisions\/188706"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3762"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=147508"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=147508"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=147508"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=147508"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=147508"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=147508"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}