{"id":152975,"date":"2009-03-01T09:18:14","date_gmt":"2009-03-01T09:18:14","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2009\/03\/neue-kenngroessen-zur-schweizer-stellenmarktentwicklung\/"},"modified":"2023-08-24T01:07:01","modified_gmt":"2023-08-23T23:07:01","slug":"neue-kenngroessen-zur-schweizer-stellenmarktentwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/2009\/03\/neue-kenngroessen-zur-schweizer-stellenmarktentwicklung\/","title":{"rendered":"Neue Kenngr\u00f6ssen zur Schweizer Stellenmarktentwicklung"},"content":{"rendered":"<div><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div class=\"titleSection\"><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div class=\"body\">&#13;<\/p>\n<div class=\"LD\"><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt geniessen zu Recht grosse Aufmerksamkeit: Sie pr\u00e4gen die Chancen f\u00fcr Wohlstand und Fortschritt auf individueller wie auf volkswirtschaftlicher Ebene. Fundierte Informationen zu langfristigen Trends und konjunkturellen Schwankungen auf dem Stellenmarkt sind f\u00fcr Unternehmen, Erwerbst\u00e4tige und Politik somit gleichermassen von Bedeutung. Unternehmen sind auf die Einstellung hochqualifizierter Arbeitskr\u00e4fte und Spezialisten und eine entsprechend vorausschauende Personalplanung angewiesen. Zugleich h\u00e4ngen Besch\u00e4ftigungschancen und Einkommen der Erwerbst\u00e4tigen von der Entwicklung des betrieblichen Personalbedarfs ab. Auch Politik, Berufsbildung und Konjunkturforschung zeigen ein betr\u00e4chtliches Interesse an Informationen zur Ver\u00e4nderungen des Stellenangebots und des betrieblichen Qualifikationsbedarfs. In Zeiten der Hochkonjunktur richtet sich die Aufmerksamkeit dabei auf den Fachkr\u00e4ftemangel in manchen Berufsfeldern. Bei einbrechendem Wirtschaftsgang r\u00fcckt hingegen die Arbeitslosigkeit ins Zentrum des \u00f6ffentlichen Interesses. Der Stellenmarkt-Monitor Schweiz hat sich vor diesem Hintergrund zum Ziel gesetzt, die Ver\u00e4nderungen in Umfang und Zusammensetzung des Stellenangebots mit wissenschaftlichen Methoden kontinuierlich nachzuzeichnen, zu analysieren und entsprechende Kenngr\u00f6ssen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Als Datenbasis dient die regelm\u00e4ssige Erhebung von Stellenausschreibungen in Presse und Internet.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Wissenschaftliches Monitoring des Schweizer Stellenmarkts<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">\u00d6ffentliche Stellenausschreibungen sind aus mehreren Gr\u00fcnden ein nahezu idealer Indikator f\u00fcr den betrieblichen Personalbedarf. \u00d6ffentlich ausgeschrieben werden in erster Linie Stellen, die mit besonderer Dringlichkeit zu besetzen sind und f\u00fcr die sich anders kaum ad\u00e4quat qualifizierte Mitarbeiter finden lassen. Die Ausschreibung einer Stelle und die Bewerberauswahl bringen n\u00e4mlich f\u00fcr die Unternehmen einen erheblichen Aufwand mit sich, so dass offene Stellen entsprechend zur\u00fcckhaltend und gezielt inseriert werden. Die Unternehmen k\u00f6nnen dabei den Aufwand f\u00fcr die Bewerberauswahl reduzieren, indem sie die zu besetzende Stelle und ihre Anforderungen bereits im Ausschreibungstext hinreichend genau beschreiben. Erscheinen in grosser Zahl Stellenangebote mit vergleichbaren Anforderungen, so verweist dies auf einen entsprechenden Personalmangel der Unternehmen. Im Aggregat geben Zahl und Art der ausgeschriebenen Stellen somit nicht nur Aufschluss \u00fcber die individuellen Besch\u00e4ftigungschancen von Stellensuchenden mit spezifischen Qualifikationen, sondern auch \u00fcber Umfang und Art des betrieblichen Personalbedarfs. Dies gilt namentlich auch in zeitvergleichender Perspektive. Entsprechend sensibel reagiert das Stellenangebot denn auch auf konjunkturelle Schwankungen: Innerhalb eines Jahres kann das Stellenangebot um bis zu 50% zu- oder abnehmen. Bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts war das Presseinserat der eigentliche \u00abK\u00f6nigsweg\u00bb der Personalsuche. Im 21. Jahrhundert gewinnt der Stellenmarkt im Internet rasch an Bedeutung, wobei die Unternehmen neben spezialisierten Internet-Stellenportalen vor allem auch die unternehmenseigenen Webseiten intensiv f\u00fcr die Personalsuche nutzen. So ist die Stellenmarktbeobachtung an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich in den letzten Jahren schrittweise erweitert worden und bildet heute den Stellenmarkt in Presse und Internet umfassend ab. Dabei werden auf gesamtschweizerisch repr\u00e4sentativer Basis regelm\u00e4ssig detaillierte Angaben zu den personalsuchenden Betrieben, den ausgeschriebenen Stellen, den geforderten Qualifikationen und zur betrieblichen Ausschreibungspraxis erhoben. Die Presseerhebungen reichen bis 1950 zur\u00fcck, w\u00e4hrend die Stellenangebote im Internet ab 2001 aufgenommen worden sind. Seit 2008 werden zudem als Grundlage des neuen Stellenmarkt-Index quartalsweise Z\u00e4hlungen von Stellenausschreibungen durchgef\u00fchrt (zu den Datengrundlagen siehe Kasten 1).<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Der Adecco Swiss Job Market Index als volkswirtschaftliche Kenngr\u00f6sse<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Mit dem Adecco Swiss Job Market Index (ASJMI) stellt der Stellenmarkt-Monitor Schweiz seit Herbst 2008 eine neue volkswirtschaftliche Kenngr\u00f6sse zur Verf\u00fcgung, die auf Quartalsbasis \u00fcber die Ver\u00e4nderungen im Umfang des Stellenangebots informiert. Die Indexentwicklung bildet die Zahl der von der Schweizer Wirtschaft (inkl. \u00f6ffentlicher Sektor) in der Presse, auf Internet-Stellenportalen oder auf Unternehmenswebseiten ausgeschriebenen Stellen ab. Der Index beruht im Wesentlichen auf Inseratez\u00e4hlun-gen, die hochgerechnet und um mehrfach ausgeschriebene Stellen bereinigt werden. Die aktuellen Quartalswerte des Index werden jeweils Anfang Februar, Mai, August und November publiziert. Neben dem umfassenden Index f\u00fcr den Schweizer Stellenmarkt werden auch sprachregionale Indices und Teilindices f\u00fcr die drei erfassten Ausschreibungskan\u00e4le ausgewiesen. Eine verfeinerte regionale Untergliederung des ASJMI ist zurzeit in Vorbereitung.Anhand des ASJMI kann erstmals seit dem Aufkommen des Internets die Entwicklung des Stellenangebots der Schweizer Wirtschaft nachgezeichnet werden. Die bestehenden Indexreihen reichen bis ins Jahr 2003 zur\u00fcck, wobei ab M\u00e4rz 2008 Quartalswerte verf\u00fcgbar sind. Die aktuelle Indexentwicklung belegt, dass das Stellenangebot seit einem halben Jahr stark r\u00fcckl\u00e4ufig ist. Gegen Jahresende liegt es bereits 18% unterhalb des langj\u00e4hrigen H\u00f6chstwerts vom Juni 2008 (siehe Grafik 1). Die seit September erkennbare Trendwende hat sich somit sichtlich verst\u00e4rkt, auch wenn der R\u00fcckgang teils auch auf saisonalen Ursachen beruhen d\u00fcrfte.1 Nach einem f\u00fcnfj\u00e4hrigen Aufschwung, der eine Verdreifachung des Stellenangebots mit sich gebracht hat, hinterl\u00e4sst der weltweite Konjunkturr\u00fcckgang somit erstmals deutliche Spuren im schweizerischen Stellenmarkt. Allerdings bewegt sich die Zahl der Stellen im langj\u00e4hrigen Vergleich nach wie vor auf hohem Niveau \u2013 von einem eigentlichen Einbruch kann vorl\u00e4ufig noch keine Rede sein. Die fr\u00fcheren Erfahrungen mit dem inzwischen eingestellten Manpower-Presseindex lassen indes vermuten, dass das Stellenangebot einen guten Fr\u00fchindikator f\u00fcr die k\u00fcnftige Besch\u00e4ftigungsentwicklung abgibt. So gesehen l\u00e4sst das seit September 2008 r\u00fcckl\u00e4ufige Stellenangebot f\u00fcr dieses Jahr eine deutlich r\u00fcckl\u00e4ufige Besch\u00e4ftigung erwarten.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h3 class=\"ZT\">Entwicklung der Teilindices<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Der ASJMI setzt sich additiv aus drei Teil-Indices f\u00fcr die relevanten Ausschreibungskan\u00e4le zusammen. Wie deren Entwicklung zeigt, ist der Stellenmarkt im Internet von der j\u00fcngsten Konjunkturabk\u00fchlung weniger betroffen als die Presse-Inserate. Im letzten Halbjahr betr\u00e4gt der R\u00fcckgang f\u00fcr die Presse 31%, f\u00fcr die Internet-Stellenportale 19% und f\u00fcr die Unternehmens-Webseiten lediglich 13%. Die seit langem zu beobachtende Verlagerung des Stellenmarktes ins Internet h\u00e4lt also weiterhin an. Zudem verzichten die Unternehmen eher auf kostspielige Presseinserate, wenn offene Stellen aufgrund der Arbeitsmarktentwicklung wieder leichter besetzt werden k\u00f6nnen. Die Unternehmenswebseiten sind als kosteng\u00fcnstigstes Medium vom j\u00fcngsten Konjunkturabschwung am wenigsten betroffen; diese haben sich in den letzten Jahren zum mit Abstand wichtigsten Kanal der Personalsuche entwickelt. Die Indexkonstruktion des ASJMI verteilt die zahlreichen Stellen, die mehrfach ausgeschrieben werden, gleichm\u00e4ssig auf die Teilindices der involvierten Kan\u00e4le. Diese Teilindices geben somit \u00fcber das relative Gewicht der Kan\u00e4le f\u00fcr den gesamten Stellenmarkt Aufschluss. Sie erlauben aber keine R\u00fcckschl\u00fcsse hinsichtlich des Stellenvolumens, das in einem gegebenen Kanal erscheint. So haben die Unternehmen im Jahr 2008 immer noch die H\u00e4lfte aller ausgeschriebenen Stellen in der Presse inseriert, davon allerdings weniger als einen Drittel ausschliesslich in diesem Medium.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Langfristige Entwicklungstrends auf dem Stellenmarkt<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Die Beobachtung des Stellenmarkts beschr\u00e4nkt sich \u2013 wie bereits erw\u00e4hnt \u2013 nicht auf die quantitative Entwicklung des Stellenangebots, sondern erm\u00f6glicht auch Aussagen \u00fcber die Art der ausgeschriebenen Stellen. Stellenausschreibungen enthalten detaillierte Angaben zu den Anforderungen an ideale Bewerber, beschreiben den T\u00e4tigkeitsbereich und die Ausgestaltung des Anstellungsverh\u00e4ltnisses und informieren \u00fcber das personalsuchende Unternehmen. Diese F\u00fclle von Angaben machen sie zu einer wertvollen Quelle f\u00fcr sozialwissenschaftliche Studien \u00fcber die Entwicklung der Struktur der Stellenmarktnachfrage. Dies sei am \u2013 fast schon sozialhistorisch zu nennenden \u2013 Beispiel der Textilindustrie und anschliessend am aktuellen Beispiel des vieldiskutierten Fachkr\u00e4ftemangels illustriert.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h3 class=\"ZT\">Beispiel Textilindustrie<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Der Anteil des Textilsektors (die Unternehmen der Textil-, Leder- und Bekleidungsindustrie) am Stellenmarkt hat \u00fcber das letzte halbe Jahrhundert drastisch abgenommen (siehe Grafik 2). Parallel zum R\u00fcckgang im Stellenvolumen sind die Ausbildungsanforderungen f\u00fcr die verbliebenen Stellen stark gestiegen. Dies spiegelt auch die Ver\u00e4nderungen in der Berufsstruktur. Wurden in den 1950er-Jahren noch in erster Linie Schnei-der, N\u00e4herinnen, Stoffzuschneiderinnen und Textilarbeiter gesucht, sind es in den letzten Jahren vor allem Verk\u00e4ufer, Innenarchitekten, Stoffkontrolleure, Textiltechniker oder Informatiker. Triebkr\u00e4fte f\u00fcr diese langfristigen Trends sind einerseits die technologische Entwicklung und andererseits die Verlagerung von Produktionsst\u00e4tten ins Ausland. Im Inland verbleiben in der Mehrheit qualifizierte Arbeitspl\u00e4tze in Forschung und Entwicklung, Technik sowie Marketing und Verkauf.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h3 class=\"ZT\">Entwicklung des Fachkr\u00e4ftemangels<\/h3>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Von Fachkr\u00e4ftemangel wird gesprochen, wenn die betriebliche Nachfrage nach spezifischen beruflichen Qualifikationen das entsprechende Angebot deutlich \u00fcbersteigt, was f\u00fcr die Unternehmen entsprechende Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung mit sich bringt. Da die Betriebe aufgrund der Rekrutierungsschwierigkeiten vermehrt Stelleninserate schalten, spiegelt sich ein Fachkr\u00e4ftemangel unmittelbar im Stellenmarkt. Eine kontinuierliche Stellenmarktbeobachtung kann so auch Aufschluss geben, inwieweit es sich bei einem auftretenden Fachkr\u00e4ftemangel um ein eher konjunkturelles oder eher strukturelles Ph\u00e4nomen handelt. Als Indikator bietet sich dabei das Verh\u00e4ltnis zwischen ausgeschriebenen Stellen und registrierten Arbeitslosen im jeweiligen Berufsfeld an: Besteht Fachkr\u00e4ftemangel, so werden zwar viele Stellen ausgeschrieben; es gibt aber kaum Arbeitslose, die deren fachliche Anforderungen erf\u00fcllen. Die Grafik 3 illustriert f\u00fcr vier ausgew\u00e4hlte Berufsgruppen, wie sich der Fachkr\u00e4ftemangel \u2013 gemessen an diesem Indikator \u2013 seit 2001 entwickelt.2 Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Fachkr\u00e4ftemangel in s\u00e4mtlichen Berufsgruppen in hohem Masse von der Konjunkturlage abh\u00e4ngt: Die weitaus h\u00f6chsten Indikatorwerte finden sich durchwegs in den beiden Hochkonjunkturjahren 2001 und 2008, w\u00e4hrend der Tiefpunkt in den Baissejahren 2003 und 2004 erreicht wird. In der Hochkonjunktur liegt die Zahl der ausgeschriebenen Stellen jeweils um ein Mehrfaches h\u00f6her als die Zahl der Arbeitslosen; in der Baisse gilt erwartungsgem\u00e4ss das Umgekehrte. W\u00e4hrend die Bewegung der \u00fcbrigen Berufe relativ eng der Arbeitsmarktkonjunktur folgt, f\u00e4llt seitens der Gesundheitsberufe ein nach 2003 einsetzender und sich bis 2006 hinziehender R\u00fcckgang der Indikatorwerte ins Auge. Dies k\u00f6nnte darauf hinweisen, dass die Personenfreiz\u00fcgigkeit im Gesundheitsweisen vermehrt Wirkung entfaltet, was aufgrund des wegfallenden Inl\u00e4ndervorrangs allerdings erst ab 2004 richtig sp\u00fcrbar wird.3 Losgel\u00f6st von kurzfristigen Schwankungen zeigt sich weiter, dass der Fachkr\u00e4ftemangel in der j\u00fcngsten Hochkonjunktur f\u00fcr drei der vier betrachteten Berufsgruppen sp\u00fcrbar weniger ausgepr\u00e4gt war als in der vorherigen. Sieht man von den Ingenieurberufen ab, so hat sich das Verh\u00e4ltnis zwischen Stellenangebot und Arbeitslosenzahl gegen\u00fcber 2001 danach etwa halbiert. Sogar f\u00fcr die in diesem Zusammenhang wohl meistgenannten Ingenieurberufe ist der Fachkr\u00e4ftemangel im letzten Konjunkturhoch leicht schw\u00e4cher ausgepr\u00e4gt als noch im Jahr 2001. Gesamthaft l\u00e4sst sich somit feststellen, dass zumindest in den betrachteten Berufsfeldern keine Anzeichen f\u00fcr eine vom Konjunkturzyklus losgel\u00f6ste Versch\u00e4rfung des Fachkr\u00e4ftemangels bestehen.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"AU\"> Dr. Stefan Sacchi <\/span>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Projektleiter, Soziologisches Institut der Universit\u00e4t Z\u00fcrich<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"AU\"> Dr. des. Alexander Salvisberg <\/span>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Soziologisches Institut der Universit\u00e4t Z\u00fcrich<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"AU\"> Prof. Dr. Marlis Buchmann <\/span>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Projektleiterin, Soziologisches Institut der Universit\u00e4t Z\u00fcrich<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<div class=\"NT\">&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">1 Die Messreihe ist vorl\u00e4ufig noch zu kurz, um diese abzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div class=\"NT\">&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">2 Bis 2005 fusst die Berechnung auf der Annahme, dass die Verteilung des Stellenangebots auf die Kan\u00e4le derjenigen von 2006\/2007 entspricht.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">3 Vgl. Stalder, P., Personenfreiz\u00fcgigkeit: Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und das Wirtschaftswachstum, in: Die Volkswirtschaft 11-2008, S. 7ff.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div class=\"KA\">&#13;<\/p>\n<p class=\"ZT\">Datengrundlagen<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Den Kern der SMM-Erhebungsreihen bilden j\u00e4hrliche Zufallsstichproben von Stellenausschreibungen, die im Volltext erfasst und f\u00fcr statistische Analysen aufbereitet werden. Hinzu kommen quartalsweise Inserateausz\u00e4hlungen als Basis des ASJMI. Die Erhebungen werden jeweils in bestimmten Stichwochen durchgef\u00fchrt. Sie setzen sich aus je drei Teilerhebungen f\u00fcr die wichtigsten Ausschreibungskan\u00e4le zusammen:\u2212 Die Presseerhebung (seit 1950) ber\u00fccksichtigt das Stellenangebot aus rund 90 Zeitungen und Anzeigern aus der ganzen Schweiz einschliesslich aller auflagestarken Titel. Kleine und mittlere Zeitungen sind durch eine Stichprobe vertreten. \u2212 Die Portalerhebung (seit 2006) deckt die 12 bei der betrieblichen Personalsuche meistgenutzten kommerziellen Internet-Stellenportale sowie das RAV-Portal ab.\u2212 Die Webseitenerhebung (seit 2001) erfasst s\u00e4mtliche Internetseiten einer Zufallsstichprobe von rund 1200 Unternehmen aller Regionen, Branchen und Gr\u00f6ssenklassen (inkl. \u00f6ffentlicher Sektor). Parallel dazu werden die Firmen der Webseitenerhebung seit 2001 j\u00e4hrlich befragt, um Aufschluss \u00fcber \u00c4nderungen der betrieblichen Ausschreibungspraxis sowie die Mehrfachnutzung von Ausschreibungskan\u00e4len zu gewinnen.<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"ZT\">Kurzportr\u00e4t Stellenmarkt-Monitor<\/p>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Der Stellenmarkt-Monitor Schweiz ist aus einem Projekt im Rahmen des Schwerpunktprogramms \u00abZukunft Schweiz\u00bb des Schweizerischen Nationalfonds hervorgegangen, das sich mit der Entwicklung des Stellenangebots in der Deutschschweizer Presse seit 1950 befasst hat. Dieses retrospektiv angelegte Projekt ist ab 2001 nach und nach ausgebaut und in eine kontinuierlich angelegte Dauerbeobachtung des Stellenmarktes unter Einbezug des Internets \u00fcberf\u00fchrt worden. Detaillierte Informationen zu Forschungsansatz, Ergebnissen und Publikationen finden sich unter: www.stellenmarktmonitor.uzh.ch.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div class=\"LG\">&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Der Stellenmarkt-Monitor Schweiz hat zum Ziel, die Ver\u00e4nderungen in Umfang und Zusammensetzung des Stellenangebots wissenschaftlichen zu untersuchen. Als Datenbasis dienen Stellenausschreibungen in Presse und Internet.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"UR\"> Bild: Keystone <\/span>&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/div>\n<p>&#13;\n<\/p><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; &#13; &#13; &#13; Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt geniessen zu Recht grosse Aufmerksamkeit: Sie pr\u00e4gen die Chancen f\u00fcr Wohlstand und Fortschritt auf individueller wie auf volkswirtschaftlicher Ebene. 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