{"id":153090,"date":"2009-01-01T10:35:54","date_gmt":"2009-01-01T10:35:54","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2009\/01\/effiziente-verkehrsverlagerung-setzt-rahmenbedingungen-voraus-die-fuer-die-wirtschaft-stimmen\/"},"modified":"2023-08-24T01:07:50","modified_gmt":"2023-08-23T23:07:50","slug":"effiziente-verkehrsverlagerung-setzt-rahmenbedingungen-voraus-die-fuer-die-wirtschaft-stimmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/2009\/01\/effiziente-verkehrsverlagerung-setzt-rahmenbedingungen-voraus-die-fuer-die-wirtschaft-stimmen\/","title":{"rendered":"Effiziente Verkehrsverlagerung setzt Rahmenbedingungen voraus, die f\u00fcr die Wirtschaft stimmen"},"content":{"rendered":"<div><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div class=\"titleSection\"><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<div class=\"body\">&#13;<\/p>\n<div class=\"LD\"><\/div>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Europ\u00e4ische und schweizerische G\u00fcterverkehrsstudien gehen in den n\u00e4chsten 20 Jahren von einem Verkehrswachstum von rund 50% aus. Die Bestrebungen nach mehr Wertsch\u00f6pfung entlang der Beschaffungsketten, die Erschliessung neuer M\u00e4rkte sowie der ungebrochene Trend zu einer weltweiten Arbeitsteilung werden ihren Tribut fordern und zu einer h\u00f6heren Verkehrsintensit\u00e4t und intensiveren Nutzung der Verkehrsinfrastruktur f\u00fchren.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Aktive Verkehrsverlagerung von Coop<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Coop setzt sich aktiv f\u00fcr eine Verlagerung aller Transporte von der Strasse auf die Schiene ein und konnte den Anteil des Schienenverkehrs seit 2000 verdoppeln. 2008 hat Coop rund 500000 Tonnen G\u00fcter per Bahn transportiert und so rund 50000 Lastwagenfahrten vermieden. Die Verkaufsstellen im Engadin und im Oberwallis beliefert Coop im unbegleiteten kombinierten Verkehr auf der Schiene durch den Vereina- und L\u00f6tschberg-Tunnel und legt nur die letzten Kilometer auf der Strasse zur\u00fcck. Auch Fr\u00fcchte und Gem\u00fcse aus Italien werden gr\u00f6sstenteils im kombinierten Verkehr auf der Schiene und nur auf den kurzen Strecken vom Mittelland bis in die Coop-Verteilzentralen auf der Strasse transportiert. Um die Logistik weitgehend auf den Bahnverkehr auszulegen, hat Coop grosse Investitionen in entsprechende Infrastrukturen get\u00e4tigt. Mit ihrem Engagement sowohl auf politischer Ebene als auch in den Medien m\u00f6chte Coop den Schieneng\u00fcterverkehr in der Schweiz unterst\u00fctzen und eine breitere \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr die gemeinsamen Anliegen sensibilisieren. Die aktive Verkehrsverlagerung ist wesentlicher Bestandteil des Programms zur CO2-Reduktion und somit der Coop-Nachhaltigkeitspolitik.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Stagnation im weiteren Ausbau des Bahnverkehrs<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">\u00dcberlastete Trassen auf den Hauptverkehrsachsen, deren Auswirkungen auf die Fahrpl\u00e4ne und fehlendes geeignetes Rollmaterial werden allerdings bereits Ende 2009 zu einer Stagnation im weiteren Ausbau des Bahnverkehrs f\u00fchren. Prinzipiell w\u00e4re Coop in der Lage, zus\u00e4tzlich rund ein Drittel des Transportvolumens auf den langen Strecken per Bahn zu bef\u00f6rdern. Jedoch fehlen hierf\u00fcr die entsprechenden Ressourcen. So sind die Trassenkapazit\u00e4ten nachts nahezu ersch\u00f6pft, w\u00e4hrend tags\u00fcber noch Kapazit\u00e4ten vorhanden w\u00e4ren, die erforderlichen Laufzeiten aber nicht erreicht werden k\u00f6nnen. Ferner besteht ein grosser Bedarf an zus\u00e4tzlichem temperaturgef\u00fchrtem Wagenmaterial, das f\u00fcr bestimmte Lebensmittel insbesondere w\u00e4hrend der Sommermonate zwingend erforderlich ist. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel kann jedoch SBB Cargo diese K\u00fchlwagen nicht beschaffen. Aber auch die aktuelle Preispolitik der SBB Cargo wirkt auf die Verkehrsverlagerung bremsend. Die verladende Wirtschaft im Binnenverkehr ist nicht l\u00e4nger dazu bereit, die Verluste der SBB Cargo in den Gesch\u00e4ftsbereichen International und Unterhalt durch ihre Verkehrsvolumen im Gesch\u00e4ftsbereich Schweiz zu subventionieren.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;<\/p>\n<h2 class=\"ZT\">Erhebliches Verlagerungspotenzial im Binnenverkehr<\/h2>\n<p>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Von den genannten Anforderungen an eine nachhaltige Verkehrsverlagerung abgesehen, liegt der Fokus der G\u00fcterverkehrsverlagerungspolitik auf dem Transitverkehr. Und dies, obwohl auch im Binnenverkehr auf der Schiene ein erhebliches Verlagerungspotenzial besteht. Die Voraussetzungen f\u00fcr eine Umsetzung dieses Potenzials sind ein wettbewerbsf\u00e4higes Trassenpreissystem, eine auf den Binneng\u00fcterverkehr ausgelegte Investitionspolitik der Bahnen und des Bundes sowie eine generelle Aufwertung und Repriorisierung des Schieneng\u00fcterverkehrs innerhalb der Schweiz.Dringend vonn\u00f6ten sind eine geeignete Bahninfrastruktur, ein Anreizsystem, welches die Verlagerung tats\u00e4chlich zu f\u00f6rdern vermag und eine noch st\u00e4rkere Einbindung der (G\u00fcter-)Verkehrsanliegen in die baulichen Massnahmen und Projekte von Kantonen, St\u00e4dten und Gemeinden. Die hohen fiskalischen Abgaben im Strasseng\u00fcterverkehr vermochten bislang kaum, eine Verlagerungswirkung herbeizuf\u00fchren. Noch immer werden \u00fcber 80% des gesamten G\u00fcterverkehrsaufkommens in der Schweiz und \u00fcber 90% im Binnenverkehr auf der Strasse abgewickelt.<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n<span class=\"AU\">Thomas Zaugg<\/span>&#13;<\/p>\n<p class=\"P\">Leiter Transporte Coop, Basel<\/p>\n<p>&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#13; &#13; &#13; &#13; Europ\u00e4ische und schweizerische G\u00fcterverkehrsstudien gehen in den n\u00e4chsten 20 Jahren von einem Verkehrswachstum von rund 50% aus. 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Um diese effizient zu gestalten, m\u00fcssen die Rahmenbedingungen f\u00fcr die Wirtschaft stimmen, was bisher nicht der Fall ist. Umso bedeutender ist die Sensibilisierung der breiten \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr die Bed\u00fcrfnisse des G\u00fcterverkehrs und seine Ausl\u00f6ser. Obwohl die R\u00e4te in Bern inzwischen positive Signale zur Verbesserung der Rahmenbedingungen des Schieneng\u00fcterverkehrs aussenden, werden die Verkehrsentwicklung sowie der angestrebte Einklang von \u00d6kologie und \u00d6konomie mehr und mehr zu einer Gratwanderung. Eine Trendwende in der Verkehrsverlagerung erwirkt nur eine rasche, gezielte und auf die langfristigen Bed\u00fcrfnisse der Bahn- sowie der gesamten Verkehrsinfrastruktur ausgelegte Investitionspolitik des Bundes.","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":153093,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"31401","post_abstract":"","magazine_issue":"20090102","seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/55af55ead50eb"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153090"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4270"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=153090"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153090\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":189779,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153090\/revisions\/189779"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4270"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=153090"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=153090"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=153090"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=153090"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=153090"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/fr\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=153090"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}