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Im Jahr 2009 wurden für den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland rund 9% weniger Bewilligungen erteilt als im Vorjahr. Die Zahl der tatsächlich erfolgten Erwerbe durch Ausländer ist ebenfalls niedriger, was sich auch auf die bewilligte Fläche auswirkte. Es wurden 1383 Handänderungen im Grundbuch eingetragen. Nach Abzug der von Schweizern zurückgekauften und unter Ausländern übertragenen Grundstücke ergibt sich ein Nettozuwachs von 466 Ferienwohnungen.

Statistik über den Erwerb von Ferienwohnungen

Personen im Ausland können nur in jenen Kantonen Ferienwohnungen erwerben, welche dazu eine entsprechende Rechtsgrundlage eingeführt haben. Zurzeit sind das 17 Kantone, wobei nur in etwa der Hälfte davon auch tatsächlich eine grössere Nachfrage besteht.Folgende Daten werden erhoben: Anzahl der erteilten Bewilligungen, tatsächlich ausgeführten Handänderungen, Fläche der Grundstücke, Staatsangehörigkeit der erwerbenden Personen, Anzahl der Veräusserungsgeschäfte zwischen Ausländern, Anzahl der Rückerwerbe durch Schweizer und Ausschöpfung der Kontingente.

Schweizer Kontingente

Der Bundesrat hat die gesamtschweizerische Höchstzahl der jährlichen kantonalen Bewilligungskontingente auf die gesetzliche Höchstlimite von 1500 Einheiten festgesetzt.Wie bis anhin kann ein Kanton die im laufenden Jahr nicht gebrauchten Kontingentseinheiten auf das darauf folgende Jahr übertragen. Ende Oktober des zweiten Jahres fallen diese an den Bund zurück und können auf Gesuch einem andern Kanton zugeteilt werden, wenn dieser sein Kontingent des laufenden Jahres bereits aufgebraucht hat. Es darf ihm aber höchstens die Hälfte seines ordentlichen Kontingents zusätzlich zugesprochen werden. Zusätzliche Einheiten aus dem Kontingent 2009 beanspruchte einzig der Kanton Wallis (im Vorjahr auch Tessin und Waadt).Das gesamtschweizerische Kontingent von 1500 Einheiten wurde zu 93% ausgeschöpft (im Vorjahr 100%).Die Ausschöpfung der kantonalen Kontingente stimmt im Jahr mit den kontingentspflichtigen Bewilligungen nicht unbedingt überein. Diese kann insgesamt oder auch nur in einzelnen Kantonen etwas höher als das Jahreskontingent liegen, dies aus zwei Gründen:– Erstens sind die Kontingentseinheiten, die in einem Jahr nicht gebraucht werden, auf das folgende Jahr übertragbar.– Zweitens können in früheren Jahren erteilte Grundsatzbewilligungen (Zusicherungen von Bewilligungen an Verkäufer) auch später noch über einen bestimmten Zeitraum ausgeschöpft werden.Der Grafik 1 kann entnommen werden, dass die Kontingente im langjährigen Durchschnitt nur etwa zu 80% ausgeschöpft wurden.

Bewilligungen und Handänderungen

2009 wurden in der Schweiz 1720 Bewilligungen für den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland erteilt (im Vorjahr 1891). Der Grossteil der Bewilligungen wurde in den Kantonen Wallis (707), Waadt (286), Graubünden (257), Tessin (247) und Bern (130) erteilt (siehe Grafik 2).Die Handänderungsstatistik gibt im Unterschied zur Bewilligungsstatistik Aufschluss über die tatsächlich ausgeübten Erwerbsgeschäfte. Im langjährigen Durchschnitt führen etwa 85% aller Bewilligungen zu einem Grundbucheintrag. Die Differenz zwischen der Handänderungs- und der Bewilligungsstatistik ergibt sich, weil zwischen der Erteilung einer Bewilligung und dem Eintrag im Grundbuch in der Regel mehrere Monate verstreichen und die Statistik auf die Handänderungen des erhobenen Jahres abstellen muss. Weiter kann es vorkommen, dass die Ausländer auf den Erwerb verzichten.Im Jahre 2009 war die Zahl der Handänderungen für Ferienwohnungen mit 1383 deutlich niedriger als im Vorjahr (1502). Am meisten Grundbucheintragungen wurden in den klassischen Fremdenverkehrskantonen verzeichnet: Wallis 662, Graubünden 229, Tessin 187, Waadt 149 und Bern 85. Die Aufteilung der Handänderungen nach der Nationalität der Erwerberinnen und Erwerber hat sich kaum geändert (siehe Tabelle 1 und Grafik 3).

Nettozuwachs der Veräusserungsgeschäfte

Um den Nettozuwachs von ausländischem Ferienwohnungseigentum in der Schweiz zu berechnen, sind vom Total der Handänderungen einerseits die Rückerwerbe durch Schweizerinnen und Schweizer sowie die Veräusserungen von Ausländern an Ausländer in Abzug zu bringen. Für das Jahr 2009 ergibt dies nach Abzug von 295 Übertragungen zwischen Ausländern und 622 Rückübertragungen an Schweizerinnen und Schweizer einen Nettozuwachs von 466 Ferienwohnungen (Vorjahr 796). Flächenmässig macht dies rund 22 Hektaren aus (wie im Vorjahr). Detaillierte Angaben mit der Verteilung auf die Kantone können der Tabelle 2 entnommen werden.

Grafik 1: «Entwicklung der Kontingentsausschöpfung, 1985–2009»

Grafik 2: «Bewilligungen und Handänderungen von Ferienwohnungen, 2009»

Grafik 3: «Handänderungen nach Nationalitäten, 2009»

Tabelle 1: «Handänderungen nach Nationalitäten pro Kanton, 2009»

Tabelle 2: «Nettozuwachs an Grundeigentum durch Ausländer, 2009»

Eidgenössisches Amt für Grundbuch- und Bodenrecht, Bundesamt für Justiz (BJ), Bern

Eidgenössisches Amt für Grundbuch- und Bodenrecht, Bundesamt für Justiz (BJ), Bern