Eile mit Weile in der Agrarpolitik?

Interne Gründe sprechen noch mehr als externe dafür, die AP 2011 zu nutzen, um die Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Agrarwirtschaft insgesamt zu stärken. «Time to market» ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg im Markt. Die von verschiedenen Seiten verlangte Temporeduktion in der Agrarpolitik dürfte sich kontraproduktiv für die marktorientierten Landwirte auswirken und gefährdet nötige Investitionen […]

Agrarpolitik 2011 – die Käsereien sind für den EU-Markt bereit

WTO-Agrarverhandlungen der Gruppe G10, Agrarfreihandel mit der EU, Weiterentwicklung der Agrarpolitik AP 2011 – die Schweizer Politik tut sich schwer mit der langfristigen Ausrichtung für den Primärsektor. Die autonome nationale Agrarpolitik stösst an ihre Grenzen und wird durch globale Entwicklungen bedrängt. Die internationale Abhängigkeit der Schweizer Wirtschaft spricht eher für eine Globalisierung; die Landwirtschaft selber […]

Ohne Industrie keine produzierende Landwirtschaft

Eine produzierende Landwirtschaft ist auf Verarbeitungskapazitäten – sprich: die Nahrungsmittelindustrie – angewiesen. Die schweizerische Nahrungsmittelindustrie mit ihren rund 80000 Arbeitsplätzen fordert Planungssicherheit und langfristige Perspektiven, EU-kompatible Rahmenbedingungen, Entwicklungspotenzial und Möglichkeiten zur Kostensenkung. Werden in diesen vier Anspruchskategorien nicht wesentliche Verbesserungen stattfinden, sind die inländischen Betriebe gegenüber ihren EU-Konkurrenten diskriminiert. Diskriminierungen führen mittelbis langfristig immer zu […]

Anpassungsprozesse der österreichischen Landwirtschaft als Folge des EU-Beitritts

Dreissig Jahre nach den ersten Annäherungsschritten wurde Österreich – zusammen mit Finnland und Schweden – 1995 Mitglied der Europäischen Union (EU). Gesamtwirtschaftlich erwartete man Vorteile durch höheres Wachstum, mehr Beschäftigung und niedrigere Inflation. Im Agrarbereich waren die Einschätzungen zwiespältig, weil die kurzfristigen Beitrittsprobleme – primär die Folge von Produktpreisdifferenzen – die längerfristigen Vorteile aus dem […]

Agrarpolitik 2011 in Konflikt mit der internationalen Marktöffnung

Die Agrarpolitik 2011 (AP 2011) setzt den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Aussenwirtschaftlich erweitert sie mit der vorgesehenen Abschaffung von Exportsubventionen, der deutlichen Reduktion von Verwertungsbeiträgen sowie der Verlagerung von Marktstützungsbeiträgen zu Direktzahlungen den Spielraum für internationale Verhandlungen. Die eingeleiteten internen Reformen werden aber kaum in der Lage sein, die Landwirtschaft ausreichend auf grössere Marktöffnungsschritte vorzubereiten. […]