Migration: Erwerbsarbeit schützt nicht alle gleich vor Armut

Erwerbsarbeit ist der zentrale Schutz vor Armut. Doch nicht für alle funktioniert das gleich gut: Personen aus Drittstaaten sind häufiger Working Poor als etwa Schweizer oder EU-Staatsangehörige. In nachfolgenden Generationen gleicht sich das Risiko an.

Bildung senkt das Armutsrisiko

95 Prozent der Jugendlichen sollen über einen Lehrabschluss oder eine Maturität verfügen. Denn ein nachobligatorischer Abschluss verbessert unter anderem die Arbeitsmarktchancen von jungen Menschen. Doch das Ziel bleibt unerreicht.

«Wer in der Schweiz arm ist, muss nicht mehr hungern oder frieren»

Wo setzt man die Armutsgrenze an? Und was sagt die Armutsquote über das Leben der Menschen aus? Der Lausanner Wirtschaftsprofessor Marius Brülhart spricht über Datenlücken in der Armutsstatistik und den Einfluss unserer Herkunft auf die Aufstiegschancen.

Arbeit ist der Schlüssel zur Armutsbekämpfung

Wer arbeitet, ist deutlich seltener arm. Eine hohe Erwerbsintensität im Haushalt schützt besonders gut vor Armut. Was braucht es, damit noch mehr Menschen Zugang zu stabiler Arbeit finden?

Die Schweiz hat eine der höchsten Erwerbsquoten in Europa

84 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter arbeiten oder suchen eine Stelle. Dass es heute so viele sind, liegt vor allem an der höheren Erwerbsbeteiligung der Frauen. Doch es gibt noch andere Gründe.

Atypische Arbeitsformen: Flexibilität mit Risiken

Temporärstellen oder Arbeit auf Abruf: Fast jede fünfte Erwerbsperson in der Schweiz arbeitet in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis. Das ermöglicht Flexibilität, kann für die Beschäftigten aber auch finanzielle Risiken zur Folge haben.